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Gamesbranche weiter auf Höhenflug

Rainer W. Rainer W.

Die positive Entwicklung auf dem Computer- und Videospielmarkt hält weiter an. Treibende Kraft sind vor allem die mobilen Spielkonsolen. Wenig Bewegung gibt es hingegen im Bereich der PC-Spiele. Ein Plus von 21 Prozent verzeichnete der Markt für interaktive Unterhaltungssoftware 2007 – ein neuer Rekordstand, wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) jetzt bekannt gab. Demnach haben die Spielehersteller im vergangen Jahr etwa 1,36 Milliarden Euro umgesetzt, im Vorjahr waren es noch 1,126 Milliarden Euro. Einen kräftigen Zuwachs erlebten erneut die Konsolentitel, die einen Marktumsatz von 904 Millionen Euro einbrachten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 38 Prozent. Bei den Handheldspielen ist der Umsatz sogar um 65 Prozent angewachsen und erreichte 360 Millionen Euro. Einen leichten Rückgang verzeichneten die PC-Spiele. Die Umsätze lagen bei 458 Millionen Euro – ein Minus von drei Prozent im Vergleich zu 2006.

Frauenanteil durchbricht 50-Prozent-Grenze

Den enormen Erfolg der mobilen Konsolen führt der BIU vor allem auf die Erschließung neuer Käuferschichten zurück. So erreichte der Frauenanteil bei den Handheldspielen im vergangen Jahr erstmals die Marke von 50 Prozent. "Computer- und Videospiele sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen", konstatiert BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters. "Die Zielgruppenerweiterung schlägt sich am deutlichsten bei den mobilen Spielkonsolen nieder. Hier erreichen wir mit den neuen Spielkonzepten sehr viele neue Kunden, weshalb dieser Bereich auch am stärksten wächst." Für das erste Halbjahr 2008 geht der Branchenverband von einer weiteren positiven Marktentwicklung aus. Besonderes Wachstumspotenzial erwartet man bei Videospielen für stationäre Konsolen.

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