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GEE-Reportage: Rechtsradikale spielen Krieg

Shawn H Shawn H

Mit der Reportage "Krieg im Netz" heizt das Spielemagazin GEE die Debatte um die so genannten "Killerspiele" weiter an. Darin berichtet die Zeitschrift über aufkommende rechtsgerichtete Tendenzen bei Kriegsspielen.

Mitten in der Diskussion um "Killerspiele" wirft das Computerspiel- und Lifestyle-Magazin GEE eine weitere Frage auf: Nutzen rechtsradikale Gruppen Kriegsspiele vermehrt zur Rekrutierung neuer Anhänger? Eine Problematik, die nach Aussagen Michail Hengstenbergs, Chefredakteur von GEE, hierzulande völlig außer Acht gelassen wird.

Denn auch wenn momentan der Großteil der Aktivitäten von fragwürdigen Spielergruppen im Ausland stattfänden, so ließen sich auch in Deutschland gefährliche Tendenzen bei Kriegsspielen ablesen. Wie GEE in der Reportage "Krieg im Netz" berichtet, organisieren sich Militaristen und Hitlerfans unbeachtet von der Öffentlichkeit in Spielergemeinschaften, den so genannten Clans, und spielen Wehrmachtschlachten mit dem Ziel nach, die Geschichte umzudrehen und den Zweiten Weltkrieg aus deutscher Sicht zu gewinnen.

Die Gefahr liegt laut Autor Philipp Kohlhöfer darin, dass die Ideologie in den Kriegsspielen nur eine unter geordnete Rolle spielt und stattdessen Waffen und Strategie im Vordergrund stehen. So würden unerfahrene Jugendliche in den Clans solange mit politischen Unwahrheiten konfrontiert, bis sie sie selbst übernähmen. Daher seien solche Spiele ideal, um ideologische Überzeugungsarbeit zu leisten.

Die ausführliche Reportage können Spieler und Interessierte in der April-Ausgabe des Spielemagazines GEE nachlesen.

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