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Gewinnspiel: Der Bug von Constantin Gillies

Jan W. Jan W.

Fiepende Datasettes, labberige 5,25-Zoll Disketten, Green Beret und Pong – den seligen C 64-Zeiten sind Nick und Kee wie alle Kids der frühen und mittleren achtziger Jahre längst entwachsen. Allerdings nicht so ganz, denn sie verdienen ihre Brötchen damit, Daten von museumsreifen Computersystemen zu kratzen und lesbar zu halten.

Gewinnspiel: Der Bug von Constantin Gillies

Genau dieser Job führt sie zu einer Tagung, bei der eine wahre Computerlegende der ersten Stunde einen Vortrag halten soll – und prompt tot vom Podium kippt. Sein Nachlass: ein echtes Fossil von Notebook. Die beiden in die Jahre gekommenen Nerds lecken sich zunächst die Lippen, als ihnen der Auftrag erteilt wird, die Daten von diesem Ungetüm zu retten. Doch dieser Job erweist sich als alles andere als harmlos: eine abenteuerliche Reise um die Welt beginnt, finstere Gesellen auf den Fersen. Und am Ende erwartet die beiden Hacker eine faustdicke Überraschung... Der Bug ist eine Hommage an die längst historischen Zeiten, zu denen sich Computerfreaks halbe Wochenenden mit dem Abtippen elend langer Programm-Listings um die Ohren schlugen - um dann festzustellen, dass sich in der Computerzeitung irgendwo ein Druckfehler eingeschlichen hatte. Andererseits sinniert der Autor Constantin Gillies über Freundschaft und darüber, wie sie sich um Laufe der Jahrzehnte verändert oder was letztlich davon bleibt.

Leseprobe Der Bug von Constantin Gillies:

Er hat ihn bezwungen. Der Grid hat das geschafft, was keine Maschine vorher geschafft hat – sie hat Nick in die Knie gezwungen. Mit dem Kopf auf den Händen abgestützt kauert er vor dem Schreibtisch und nuschelt vor sich hin. Seinen Gegner, den schwarzen Laptop, hat er so weit ans Ende der Holzplatte geschoben, dass er fast runterfällt. »Sechzehn K, lächerliche sechzehn Kilobyte, und ich kriege sie einfach nicht raus!« Kein Wort mehr über unser Problem. Darauf ist Verlass: Selbst den schlimmsten Krach vergisst Nick in Sekunden, wenn er sich mit etwas Elektronischem beschäftigen darf. Ich mache die Tür zu. »Was für sechzehn Kilobyte?« »Wenn man das Betriebssystem und die Programme abzieht, bleiben noch sechzehn Kilobyte Daten im Speicher übrig, die der Besitzer hinterlassen hat. Texte, Termine, was weiß ich. Vermutlich verschlüsselt. Wenn John wissen will, was für Daten das sind, müssen wir sie entschlüsseln – und dafür müssten wir sie erstmal aus der Kiste rausbekommen und auf ein schnelleres System überspielen. Aber genau das klappt nicht. Ich kriege die sechzehn K einfach nicht raus. lächerlich – dabei könnte man die paar Byte fast mit der Hand abtippen, so wenig, wie das ist; in Buchstaben umgerechnet vielleicht drei oder vier Kapitel in einem Buch.« Für einen IT-Gott wie Nick ist es natürlich eine unerträgliche Vorstellung, das berüchtigte Drehstuhl-Interface benutzen zu müssen – links auf dem Grid ein paar Zahlen ablesen, drehen, dann rechts in seinen Dienstrechner eingeben. Eine zutiefst analoge Lösung für ein digitales Problem. Fast so schlimm wie diese Programmlisten abzutippen, die früher in der 64er abgedruckt waren. DATA, DATA, DATA.

Gewinnspiel: Der Bug von Constantin Gillies

In Kooperation mit dem CSW-Verlag, bei dem Der Bug am 17. Mai erscheinen wird, verlosen wir vorab 2³ (acht) Exemplare des Romans. Um an der Verlosung teilzunehmen, schreiben Sie uns einfach bis zum 16. Mai, 23.59 Uhr, eine Email mit untenstehenden Angaben an folgende Adresse: redaktion [ät] freeware [pünktchen] de. . Betreff: Der Bug Gewinnspiel . Vor- und Nachname . Wohnadresse (f.d. Buchversand) . Geburtsdatum . Warum möchten Sie Der Bug gern Ihr Eigen nennen? Alle Gewinner werden in der darauffolgenden Woche von uns benachrichtigt. Ihre persönlichen Daten werden ausschließlich zu Zwecken der Gewinnbenachrichtigung verwendet. Die Teilnahme ist ausschließlich Volljährigen gestattet, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

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