Tipp

Halite: Das (Stein)Salz in der BitTorrent-Suppe

Oliver W. Oliver W.

BitTorrent-Clients gibt es an jeder Ecke. Doch welcher hält, was er verspricht und welcher leistet, was er zu leisten imstande zu sein angibt? Nicht jeder, jedoch sticht ein Client aufgrund seiner überaus hohen Geschwindigkeit und seines stabilen Kerns heraus.Der Name ist Halite und dieser steht für Steinsalz. Da Halite nicht auf bunte Animationen und eine Bonbon-Oberfläche setzt, stellt er die Daten über laufende Downloads selbstverständlich nicht grafisch dar, abgesehen von einem Fortschrittsbalken, doch kann die OpenSource-Software hingegen mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit aufwarten. Sowohl die Geschwindigkeit des Kerns, also der Datenaustausch mit anderen Clients, als auch die Geschwindigkeit, mit der sich die Oberfläche bedienen lässt, sind besonders hoch. Das meiste wird mit einfachen, aber umso übersichtlicheren Dialogfeldern geregelt. Der Nutzer muss aber nicht auf gewisse Infos verzichten. So zeigt Halite wie fast jeder andere Client auch die Up- und Download-Geschwindigkeit, die Ratio, sprich das Verhältnis zwischen hoch- und heruntergeladener Datenmenge, die verbleibende Zeit bis zum Abschluss des Downloads, die Zeit, wie lange ein Download schon läuft und die URL des Trackers an. Weiter zeigt Halite die Peer-Liste, also die Computer, mit denen man verbunden ist, die Dateien, die heruntergeladen werden sollen, Trackerdetails, ein Protokoll und zu guter Letzt allgemeine Infos in Form eines zusammenfassenden Datenblattes samt Fortschrittsbalken an. Wer die Optionen über das Werkzeug-Symbol links oben öffnet, wird feststellen, dass das Programm auf etliche Sprachen einstellbar ist, unter anderem Deutsch, Norwegisch, Polnisch, Englisch, Türkisch und noch einige mehr. Wer möchte, kann den TCP-Port für eingehende Verbindungen selbst festlegen, die halboffenen Verbindungen limitieren, DHT (DynamicHashTable = Trackerloser Betrieb) aktivieren und die Art des Port-Forwarding für den DSL-Router einstellen. Sicherheitstechnisch hat der Client ebenfalls Möglichkeiten zu bieten. So lassen sich beispielsweise IPs mittels einer sogenannten Blacklist blockieren, das Protokoll (Nicht zu verwechseln mit dem berichtsähnlichen Protokoll. Gemeint ist das Übertragungsprotokoll.) lässt sich mit RC4 verschlüsseln und ob die Verschlüsselung nur auf aus- oder eingehenden Verbindungen oder beiden oder keinen zutreffen soll, lässt sich ebenfalls komfortabel konfigurieren. Über den Reiter "Torrents" lassen sich Geschwindigkeitsregeln für allgemeine und neu hinzugefügte Downloads regeln. Desweiteren lassen die Ordner für laufende oder fertiggestellte Downloads festlegen, was nicht zuletzt sinvoll ist, wenn man die Nutzdaten vom Programm trennen möchte. Halite verbraucht im Schnitt 30 MB Arbeitsspeicher, was selbst für schwache Systeme nicht zu viel ist. Zudem lebt es sich mit moderaten 5-10% CPU-Auslastung durchaus nennenswert. Die Software ist also durchaus gut für schwächere Zweit-PCs geeignet, die über Nacht beispielsweise große Linux-Distributionen oder die neuesten Sendungen von Onlinetvrecorder herunterladen sollen. Es stellt sich also heraus, dass dieses Programm durchaus sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene interessant ist. Nutzer von Bittorrent, die bereits mehr Erfahrung mit Clients haben werden allerdings die Möglichkeit, einen Proxy-Server zu nutzen und so seine Identität verstecken zu können, vermissen. Ansonsten ist Halite ein rundum knackiger Client, der den meisten Wünschen gerecht werden dürfte.

Neueste Artikel