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Hamburger Forscher errechnen Kosten von Spam

Rainer W. Rainer W.

Rund 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr kostet die Bearbeitung von unerwünschten E-Mails. Das wurde in einer aktuellen, unabhängigen Studie des Instituts für Marketing und Medien an der Universität Hamburg errechnet.

Die Studie "Kosten und Kostentreiber von unerwünschten Werbemails (Spam)" analysiert rund 1000 Mitarbeiter einer Universität in Bezug auf ihren Umgang mit Spam. Sie wurde von Prof. Dr. Michel Clement, Dominik Papies und Harder-Johann Boie durchgeführt.

Änderungen im Verhalten

Die Verfasser zeigen, dass nicht nur die Anzahl der Spam-Mails die Kosten treibt, sondern vor allem die bei den Empfängern eintretenden Verhaltensänderungen. Von Spam betroffene E-Mail-Nutzer kontrollieren sehr viel öfter ihr Postfach, weil sie fürchten, wichtige Mails zu übersehen oder versehentlich zu löschen.

Flexible Lösungen gefragt

Die Studie empfiehlt deswegen den Einsatz von zentralen Spamfilter-Lösungen, die den einzelnen E-Mail-Nutzern Zugriff auf Filter-Einstellungen ermöglicht. "Filterlösungen, die starr, ohne Einflussmöglichkeit für die Anwender arbeiten, steigern das Unsicherheitsgefühl eher und stellen deswegen potenziell Kostentreiber dar", erklärte Professor Clement.

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