Tipp

IPv6 Konnektivität: Das Internet der Zukunft

Shawn H Shawn H

Dem Internet steht ein großes Upgrade bevor. Das bisherige IPv4-Protokoll kann nicht mehr genügend Adressen bereitstellen, so dass man sich Gedanken um eine zukunftsfähige Lösung machen muss. Mit IPv6 steht jedoch schon ein Nachfolger in den Startlöchern.

Tschüss IPv4, Hallo IPv6

Das IP-Protokoll in der aktuellen Version 4 stellt das Fundament des Internets. Über das Internet-Protokoll wird die paketvermittelte Kommunikation im World Wide Web geregelt. IPv4 legt fest wie die Daten zum Empfänger kommen, ohne das Protokoll wäre das Internet nicht denkbar. Als das weltweite Datennetz noch in den Kinderschuhen steckte, rechnete man nicht damit, dass es einmal zu einer Adressknappheit kommen könnte. Doch es kam anders: Neben einer explosionsartigen Ausbreitung von PCs und Internetzugängen unter Privatnutzern sind es insbesondere portable Geräte wie das iPhone, die weiter am bereits knappen Vorrat an IPv4-Adressen zehren. IPv4 kann rund 4,3 Milliarden IP-Adressen bereitstellen, doch schon 2011 soll der Adressvorrat ausgehen. Was sich zuerst nicht dramatisch anhören mag, kann in näherer Zukunft problematisch werden: Wie versorgt man die steigende Zahl an internetfähigen Endgeräten mit IP-Adressen? Internet-Provider lösen diese Herausforderung bisweilen so, dass sie beispielsweise für ihre Mobilfunknetze nur wenige öffentliche IPs verteilen, die sich mehrere tausend Kunden teilen.

IPv6 – So sieht die Internet-Zukunft aus

Mit dem Internet-Protokoll in der Version 6 steht jedoch ein vielversprechender Nachfolger in den Startlöchern, der insbesondere das Problem der knappen IP-Adressen lösen könnte. InternetZum Vergleich: Eine herkömmliche IPv4-Adresse setzt sich aus vier Zahlenblöcken zusammen, die durch jeweils einen Punkt getrennt sind. Jeder Block enthält einen Zahlenwert zwischen 0 und 255. Durch die 8 Bit-Schreibweise ist bei IPv4 eine 32-bit-Adresslänge gegeben. Eine Beispieladresse wie 192.21.171.14 stellt eine von rund 4,3 Milliarden möglichen Adressen dar. IPv6 erweitert diesen Adressraum auf 128-bit. Rein rechnerisch ergeben sich rund 340 Trillionen Adressen - weitaus mehr als wir auch in ferner Zukunft benötigen werden. Man hat sich bei IPv6 dazu entschieden, die hexadezimale Schreibweise einzuführen, die sich neben Zahlen von 0 bis 9 auch aus Buchstaben zusammensetzt. Eine in IPv4-Schreibweise notierte IPv6-Adresse sieht so aus: 128.77.45.157.201.36.0.0.0.0.252.87.212.200.31.215. Neben der unerschöpflichen Anzahl an IP-Adressen bringt IPv6 auch weitere Vorteile mit sich. Im Paketkopf ("Header") eines Datenpakets werden nicht nur Absender und Empfänger festgehalten, auch kann schon protokollseitig die Priorität eines Pakets vorgegeben werden. Datenpakete von Diensten wie YouTube oder Skype könnte man höher priorisieren, um eine ruckelnde Videoübertragung zu verhindern. Weiterhin bietet IPv6 von Haus aus eine bessere Unterstützung für Verschlüsselung, Anwendern richten zudem leichter ein Heimnetzwerk ein und bereiten entsprechende Endgeräte für den Web-Zugang vor.

IPv6 Software: Fit für den neuen Standard

Auch wenn sich die Einführung von IPv6 noch etwas hinzieht, können sich Privatanwender jetzt schon softwareseitig auf den neuen Standard einstimmen. Der cFos IPv6 Link implentiert eine IPv6-Unterstützung in ältere Windows-Versionen. Durch die bei IPv6 geringere "Verwaltungsarbeit" in Zusammenhang mit IP-Adressen beschleunigt der Treiber nebenbei sogar Downloads und den Seitenaufbau. Download cFos IPv6 Link Wer einen der beliebten FRITZ!Box-Router sein Eigen nennt, macht ihn per Firmware-Update fit für die IPv6-Zukunft. So fügt die aktuelle Software der FRITZ!Box 7270 einen nativen IPv6-Support hinzu, früher wurde dieser aus einer Kombinationslösung von IPv4 und IPv6 realisiert. Download FRITZ!Box Fon WLAN 7270 Firmware cfos-ipv6-link Fritzbox

IPv6 steht vor der Tür

Man muss nicht in Panik verfallen angesichts der langsam knapp werdenden IPv4-Adressen. Mit IPv6 steht uns ein zukunftsträchtiges Kommunikationsprotokoll ins Haus, das wesentliche Vorteile mit sich bringt. In näherer Zukunft müssen zunächst einmal die Provider ihre Netze IPv6-fähig machen. Alle aktuellen Betriebssysteme bringen schon von Haus aus eine Unterstützung für die neue IP-Version mit. Convert IPv4 to IPv6 Software zeigt uns, wie eine "alte" IPv4-Adresse in naher Zukunft in IPv6-Schreibweise aussieht. Zudem blendet die Shareware auch die verkürzte Adresse ein. Mehrere IPv4-Adressen konvertiert man nach IPv6 und exportiert das Resultat als eine Excel-Tabelle Download Convert IPv4 to IPv6 Software In diesem Sinne: Auf die Internet-Zukunft!

Neueste Artikel