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IRON - Chrome-Nachfolger ohne Datenschutz-Misere

Oliver W. Oliver W.

Die Nachricht über den Google-Browser Chrome verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Kurze Zeit später folgte der Aufschrei, als klar wurde, wie Chrome mit Nutzerdaten umgeht. Da der Quellcode des Browsers offenliegt, ist nun der erste Nachfolger erhältlich. Ohne überflüssige Übermittlung von Nutzerdaten. SRWare präsentiert den Browser IRON.

IRON - Chrome-Nachfolger ohne Datenschutz-Misere

SRWare IronDie Welt hat runtergeladen und installiert, getestet und gesurft und plötzlich - aufgeschrien. Selten gab es so einen Hype um ein Browser-Release. Als plötzlich klar wurde, dass, was sich eigentlich ohnehin erahnen ließ, das Google-Surfbrett Daten en masse an die eigene Datenbank übermittelt, wurde plötzlich der Ruf nach Datenschutz laut. Plötzlich sprossen Tools aus dem Boden, die Chrome mal mehr mal weniger gut in die Schranken wiesen und den Datenverkehr des Browsers einzuschränken wussten (vgl. Redaktionstipp Kill-ID). Da der Quellcode des Browsers aber offenliegt kann doch eigentlich direkt in die Programmierung eingegriffen werden. Das dachten sich auch die Entwickler von SRWare und haben nun einen eigenen Browser veröffentlicht - mit den Vorteilen von Chrome - jedoch ohne die Nachteile: Der Browser IRON. Beim Öffnen des Browsers kommt man an einem Schmunzeln nicht so recht vorbei - IRON sieht schlichtweg genauso aus wie Chrome. Gleiches Outfit, gleicher Funktionsumfang, gleiches Optionsmenü - nur die Startseite gibt einen kleinen Hinweis darauf, dass man kein Google-Produkt verwendet. Im Gegensatz zu Chrome verwendet IRON tatsächlich die aktuellste Version der Rendering-Engine Webkit (v525.19), der tatsächliche Geschwindigkeitsgewinn dürfte jedoch marginal sein. Dafür ist die neuere Version nicht mehr anfällig für das bei Chrome kurz nach Release bekannt gewordene Sicherheitsleck. Für alle Nutzer, die die Vorteile des neuen schlanken Browsers bereits liebgewonnen haben, könnte IRON ein sehr interessantes Thema werden.

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