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Kinderschutz-Software schneidet im Test "mangelhaft" ab

Jan W. Jan W.

Die Zeitschrift Computerbild hat fünf verschiedene Spezial-Programme unter die Lupe genommen, die sicheres Surfen für Kinder ermöglichen sollen. Im Test fielen alle fünf durch, weil sie sich mit Leichtigkeit aushebeln ließen.

Für Eltern ist die Internetnutzung ihrer Sprösslinge oft ein großes Problem. Denn einerseits ist es wichtig, dass die Kinder den Umgang mit PC und Internet lernen. Auf der anderen Seite soll der Nachwuchs nicht mit Sex- und Gewaltdarstellungen im Netz konfrontiert werden. Kinderschutz-Programme versprechen Eltern Hilfe. Doch die Anschaffung solcher Spezial-Software lohnt sich nicht. Das berichtet die Zeitschrift Computerbild in ihrer aktuellen Ausgabe 6/2007.

Mit einem Tastendruck ausgehebelt

Kinderschutz-Software soll eigentlich regeln, welche Seiten Kinder sehen und wie viel Zeit sie am PC verbringen können. Doch alle fünf Spezial-Programme ließen sich im Test relativ leicht komplett umgehen. Bei drei von ihnen reichte dafür sogar schon ein einziger Tastendruck. Danach gab's keine Einschränkungen für die PC- und Internetnutzung mehr, weder zeitlich noch inhaltlich. Deshalb erhielten alle Programme die Note "mangelhaft".

Windows Vista schneidet besser ab

Einen Lichtblick gab es aber immerhin: Die zum Vergleich mitgetestete Kinderschutzfunktion im neuen Microsoft-Betriebsprogramm Vista hielt den meisten Attacken stand und erreichte das Testergebnis "befriedigend". Restlos überzeugen konnte sie aber auch nicht. Denn mit einem Spezialtrick ließ sich hier die Zeitbegrenzung aushebeln.

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