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Kostenloses Sophos-Tool zum Entfernen von Rootkits

Jan W. Jan W.

Sophos hat ein kleines Zusatz-Tool für seine Sicherheitslösungen veröffentlicht, mit dessen Hilfe sich die als Rootkit bezeichneten versteckten Spionage-Anwendungen entdecken und beseitigen lassen. Das Programm kann auch mit Konkurrenzprodukten eingesetzt werden.

Mit Sophos Anti-Rootkit stellt der britische Anbieter von Sicherheitssoftware ab sofort ein kostenloses Programm zur Verfügung, mit dem sich auf PCs installierte Rootkits auffinden und entfernen lassen. Sophos Anti-Rootkit erweitert damit den Leistungsumfang von Sophos Anti-Virus 6.0. Das Programm lässt sich zudem mit beliebigen IT-Sicherheitslösungen anderer Anbieter einsetzen und gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre Rechner vor Hacker-Attacken zu schützen. Immer mehr Cyberkriminelle nutzen Sophos zufolge Rootkit-Technologien, um Spyware-Programme oder Trojaner auf den Rechnern ahnungsloser Anwender versteckt zu platzieren und so unbemerkt an vertrauliche Daten zu gelangen.

Anders als vergleichbare Lösungen melde Sophos Anti-Rootkit, ob sich die Entfernung eines bestimmten Rootkits auf die Effizienz oder Integrität des Betriebssystems auswirken könnte. Netzwerkadministratoren können auf dieser Grundlage selbst entscheiden, wie sie mit dem entdeckten Rootkit verfahren wollen. Sophos Anti-Rootkit unterstützt Windows NT, 2000, XP sowie 2003 und steht ab sofort unter der unten angegebenen Adresse zum kostenlosen Download bereit.

Unternehmen fühlen sich von Rootkits bedroht

Rootkits werden von Hackern meist dazu genutzt, um in IT-Systemen elektronische Schadcodes zu verstecken, die ihnen den unbemerkten Zugriff auf Netzwerke und Rechner erlauben. Mit Rootkits lassen sich beispielsweise Spyware-Programme oder Keylogger-Trojaner so auf PCs installieren, dass sie von herkömmlichen IT-Security-Lösungen oder Betriebssystemen nur schwer entdeckt werden. Dass Rootkits als reelle Gefahr wahrgenommen werden, zeigt eine kürzlich von Sophos vorgenommene Web-Umfrage: Demnach befürchten 55 Prozent aller Computer-Anwender in Unternehmen, dass ihre Rechner mit einem Rootkit infiziert werden könnten. Weitere 37 Prozent gaben dagegen zu, nicht zu wissen, was ein Rootkit ist. Acht Prozent halten Rootkits für nicht gefährlich. Insgesamt nahmen 335 Unternehmensanwender an der Erhebung teil.

Versteckte Hackerwerkzeuge

"Rootkits werden von immer mehr Hackern dazu genutzt, auf PCs Schadprogramme zu verstecken, mit denen sie versuchen, vertrauliche Daten und Passwörter der Anwender auszuspionieren, Denial-of-Service-Attacken zu starten oder massenweise Spam-Mails zu versenden", erläutert Jens Freitag, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Die Ergebnisse der Web-Umfrage zeigen, dass sich bereits viele Firmen der Gefahr bewusst sind. Daneben gibt es jedoch ebenso zahlreiche Firmen, die überhaupt nicht zu wissen scheinen, was Rootkits sind und welches Risiko von ihnen ausgeht. Um nicht Opfer krimineller Attacken zu werden, sollten sich PC-Nutzer stets über die neuesten Tricks der Hacker informieren und geeignete IT-Sicherheitstechnologien installieren."

Mithilfe des Sophos Anti-Rootkit erhalten Anwender detaillierte Informationen über alle im System verborgenen Ressourcen, deren Namen und Aktivitäten. Die Sicherheitssoftware identifiziert dabei bekannte wie auch unbekannte Rootkits und steht nicht nur Sophos Kunden kostenlos zur Verfügung, sondern allen Unternehmen und Anwendern, die ihre Rechner zuverlässig vor Rootkits schützen wollen.

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