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Kriminalisierung des Internets schreitet voran

Shawn H Shawn H

Bei ihrer Fortsetzung des Jahresberichts über die Entwicklung der Schadprogramme stellen die Experten von Kaspersky Lab fest, dass die Kriminalisierung des Cyber-Undergrounds immer bedeutsamer wird. Das organisierte Verbrechen hat auch das Internet längst für sich entdeckt.

Die IT-Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab haben die Fortsetzung der Jahresanalyse "Die Entwicklung der Schadprogramme 2005" vorgestellt. Der erste Teil wurde im Februar 2006 veröffentlicht. Die Analyse enthält neben einer umfangreichen Betrachtung der Tendenzen detaillierte Fakten über die Tätigkeit des Computer-Undergrounds im letzten Jahr.

Im Mittelpunkt der Analyse steht das immer stärker ins öffentliche Bewusstsein rückende Problem der Kriminalisierung des Cyber-Undergrounds. Yury Mashevsky, Viren-Analytiker bei Kaspersky Lab und promovierter Informatiker, hat statistische und analytische Daten in großem Umfang ausgewertet, die er in seiner Studie sowohl PC-Endanwendern als auch IT-Sicherheits-Experten zugänglich macht.

Im Rahmen der Analyse werden alle wesentlichen Aspekte des modernen elektronischen Verbrechens unter die Lupe genommen. Dazu gehören die neuesten Methoden des organisierten Cyber-Verbrechens, effiziente Gegenmittel der Antivirus-Unternehmen, der Kampf konkurrierender Verbrecher-Gruppierungen untereinander und die Weiterentwicklung des "Bösen", wie beispielsweise der Einsatz von Rootkit-Technologien. Den Schluss des Berichts bildet eine ausführliche Liste von Empfehlungen für den Schutz vor vielen in der Analyse beschriebenen Bedrohungen.

"Wie das letzte Jahr zeigt, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Gangster ihren Einfluss vor allem in den für sie zukunftsträchtigen Bereichen der mobilen Geräte und der Finanzdienstleistungen ausbauen werden. Mit Sicherheit werden aber auch Rootkits, Botnets und Cyber-Erpressung ein Thema bleiben", bemerkt Mashevsky in seinen Schlussfolgerungen zum Jahresbericht.

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