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Legale Musikdownloads erzielen Rekordergebnis

Rainer W. Rainer W.

Noch nie wurde so viel Musik im Internet heruntergeladen und nicht im Laden gekauft - nur die legalen Downloads gerechnet. Die meisten Downloads sind Singles, im vergangenen Jahr zählte media control insgesamt 34,5 Millionen Stück.

Ob beim Bahnfahren, beim Sport oder dem Weg zur Arbeit - MP3-Player und Co. sind vielen Menschen ständige Begleiter. Passende Musik liefern Downloadportale im Internet. 37,4 Millionen digitale Produkte wurden 2007 legal heruntergeladen, wie media control GfK International jetzt mitteilte - ein Zuwachs um 33,6 Prozent zum Vorjahr. Damals waren es 28 Millionen Stück. "2007 war für legale Downloads ein absolutes Rekordjahr", stellt Ulrike Altig, Geschäftsführerin von media control GfK International, fest.

CD-Verkauf ging zurück

Der physische Tonträgermarkt profitierte allerdings nicht von den guten Vorgaben. Im Vorjahresvergleich verringerte sich der Umsatz um 5,1 Prozent und die Verkaufsmenge sank um 6,4 Prozent. Gewinner war der deutsche Schlager: Die Menge der abgesetzten Tonträger dieses Genres steigerte sich um satte 40,3 Prozent.

Wenig Album-Downloads

Bei den Musikdownloads entfiel der Löwenanteil auf Einzeltracks. Insgesamt 34,5 Millionen Downloads waren Singles. Dies entsprach einem Plus von 32,7 Prozent. Noch besser schnitten Bundles, die mehr als einen Track enthalten, ab. Ihre Anzahl wuchs 2007 um 38,7 Prozent auf 2,9 Millionen. Hier zahlte sich das erweiterte Katalogangebot der digitalen Regale aus.

Wegfall des Kopierschutzes lässt weiter hoffen

Gute Nachrichten gab es zum Jahreswechsel aus den USA. Ulrike Altig zu den Aussichten: "Kommt der von den Musikfirmen angekündigte Verzicht auf den Kopierschutz DRM (Digital Rights Management) auch nach Deutschland, wird er das Internetgeschäft weiter beleben."

Nelly Furtado gebührte die Krone als Künstlerin des Jahres 2007. "Say It Right" war der meistverkaufte Download. Auch Platz zwei ging mit "All Good Things" an die 29-jährige Sängerin. "Ein Stern (der deinen Namen trägt)" von DJ Ötzi und Nik P. komplettierte das Treppchen.

Den Titel für das erfolgreichste Download-Album gewannen Die Fantastischen Vier mit "Fornika". Sie verwiesen Nelly Furtado ("Loose") auf den zweiten Rang. Dritter wurde Herbert Grönemeyer mit "12".

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