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MediaMonkey: Musik unter Kontrolle

Oliver W. Oliver W.

Mediaplayer, Tagger und Organisationstools - Wer seine MP3-Sammlung unter Kontrolle haben will, der benötigt eine ganze Reihe von Programmen. Wer es jedoch kompakt wünscht, der kann auch zu einem Allround-Programm in Sachen Musik greifen. MediaMonkey ist ein solches. Das kleine Äffchen hat es wahrlich in sich: Es hilft große Sammlungen an Audiodateien (> 50.000) zu sortieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese auf der Festplatte, CDs oder im Netzwerk gespeichert sind. Die Musik kann nach Genre, Künstler, Jahr, Bewertung und anderen Kritieren sortiert werden. MediaMonkey kann mit den Formaten MP3, OGG, WMA, FLAC, MPC, WAV, CDA und anderen umgehen. Zur Synchronisation kann die Freeware mit MP3-Playern wie dem iPod oder Musikhandys verbunden werden. Das Gerät muss nur an den Rechner angeschlossen werden und auf einen Klick wird der Musikbestand übertragen und abgeglichen. Die Übertragung schließt auch Informationen wie Playlisten und eine History ein. Mittels Volume Leveling können die Tracks auf eine konstante Lautstärke eingestellt werden. Und weiter geht die Liste der Features: Das Ripmodul bringt CDs on the fly auf die Festplatte. Der Nutzer hat die Auswahl zwischen mehreren namhaften Kompressionsformaten wie OGG, MP3, WMA oder Flac. MediaMonkey rippt die CDs automatisch, bezieht fehlende Informationen aus der FreeDB und fügt die Lieder der Music Library hinzu. Weiterhin kann das Programm Audiodateien in eine Vielzahl von Formaten konvertieren und dabei sogar die Tag-Informationen beibehalten. Über Plug-ins kann die Liste der unterstützten Formate erweitert werden. Das Tagging-Modul von MediaMonkey findet automatisch Lieder, bei denen Tag-Informationen fehlen und ergänzt sie mit Hilfe von Internet-Datenbanken. Bei großen Musiksammlungen geschieht dies sogar automatisch. Zudem ist das Aufspüren von Duplikaten möglich. Der Tag-Editor ist übersichtlich aufgebaut, bringt aber trotzdem eine Vielzahl von Bearbeitungsmöglichen mit. Der MP3-Tag-Editor bearbeitet die ID3v1- und ID3v2-Tags und der OGG- und WMA-Editor versorgen Dateien ihres Lagers mit Informationen. Der in MediaMonkey integrierte Organizer verwaltet große Bestände an MP3s und bringt sie in eine logische Hierarchie. Alben werden in Ordner organisiert und die Dateinamen anhand von Informationen wie Interpret und Titel vergeben. Auch die Erstellung von Playlisten geht einfach von der Hand. So müssen die MP3s einfach nur von der Library in das Playlist-Fenster gezogen werden. Ein besonderes Highlight sind die AutoPlaylists: Sie basieren auf bestimmten Kritieren und halten sich auch bei veränderten Taginformationen aktuell.

Das auf hpCDE basierende Brennmodul ermöglicht es im Handumdrehen CDs von seinen Playlisten zu brennen, zudem ist das Toasten von MP3-CD/DVDs möglich, um beispielsweise ein Backup anzufertigen. Die Ordnerstruktur muss für den Brennvorgang nicht verändert werden, das erledigt MediaMonkey. Wer seinen Rechner für Partys einsetzen möchte, der wird den "Party Mode" schätzen lernen. Gäste können ihren Musikwunsch abgeben, ohne dass sie die Library verändern dürfen. Der Auto-DJ sorgt für andauernde Beschallung. Die Visualisierung kann auf Feiern mit nett anzuschauenden Plug-ins von Milkdrop und anderen Virtualisierungs-Plug-ins erfolgen. Der 10-Band-Equalizer ermöglicht es audiophilen Nutzern, ihr Musikvergnügen durch Anpassung der Audioparameter und den Einsatz von DSP-Effekt-Erweiterungen zu intensivieren. Beim Abspielen wird der Lautstärkepegel automatisch angepasst, damit leise MP3s nicht manuell lauter gestellt werden müssen. Die Statistiken zeigen interessante Infos zu oft abgespielten Dateien und dem Umfang der Libary an. Wer ein All-in-Tool für seine Musiksammlung sucht, der sollte unbedingt einmal einen Blick auf MediaMonkey riskieren. Nimmersatten in Sachen Funktionsumfang sei die Scripting-Funktionalität ans Herz gelegt. Sie ermöglicht den weiteren Ausbau der Features durch die Integration externer Tools.

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