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Microsoft einigt sich mit der EU-Kommission

Rainer W. Rainer W.

Nach einem insgesamt drei Jahre andauernden Streit, der für Microsoft eine Wettbewerbsstrafe von 500 Millionen Euro zur Folge hatte, hat der Konzern nun angekündigt, die Forderungen der EU-Kommission doch zu erfüllen.

Die EU-Kommission hat nach jahrelangen Verhandlungen sichergestellt, dass der Software-Riese Microsoft ausstehende Wettbewerbsverpflichtungen erfüllt. Microsoft hat zugesagt, nun die notwendigen Schritte zu unternehmen, um den Forderungen der Kommissionsentscheidung aus dem Jahr 2004 nachzukommen.

Marktbeherrschung aufweichen

Dabei geht es in erster Linie um die Öffnung des marktbeherrschenden Computer-Betriebssystems Windows für mehr Wettbewerb. Jetzt wurden die Bedingungen festgelegt, unter denen Microsoft technische Einzelheiten an andere Hersteller offen legt, damit deren Software für große Betriebsrechner mit Windows vereinbar wird. Auch Lizenzgebühren sollen signifikant gesenkt werden.

Der Redmonder Konzern hatte gegen eine von der EU verhängte Millionenstrafe geklagt, dieses Verfahren aber vor fünf Wochen verloren. Nun lenkt Microsoft ein und sagt zu, den Entwicklern von Open-Source-Software alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die für eine Anbindung an Windows-Programme für Netzwerkrechner notwendig sind.

Lizenzgebühren massiv gesenkt

Der Konzern verlangt dafür einmalig 10.000 Euro und später Lizenzgebühren von 0,4 Prozent des mit der jeweiligen Software erzielten Umsatzes. Das sind gerade einmal sieben Prozent dessen, was Microsoft vorher haben wollte. Hält der Konzern seien Zusagen nicht ein, könne er nach britischem Recht dafür haftbar gemacht werden, erläuterte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

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