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Microsoft geht gegen Botnetze vor

Oliver W. Oliver W.

Botnetze stellen mit Abstand die größte Gefahr des Internets dar. Hunderttaussende PCs werden über Würmer infiziert und können auf Kommando Server mit Datenpaketen überfluten und sie so in die Knie zwingen. Jetzt wurde bekannt, dass selbst Microsoft an einem Tool gegen die sonst übermächtigen Botnetze arbeitet. Der Softwarehersteller macht sich dabei seine marktbeherrschende Position bei den Betriebssystemen zu Nutze und liefert mit dem hauseigenen Anti-Malware-Tool gleich eine Plattform aus, die Daten über infizierte PCs sammelt. Da die Updates automatisch ausgeliefert werden, erhält der Redmonder Konzern gleich mehrere hundert Millionen Daten von Windows-Nutzern weltweit. Die gewonnen Informationen können Einblick in die Struktur und die Abläufe von Botnetzen bringen und gegebenenfalls helfen, die Hintermänner aufzuspüren. Diese nutzen die "Zombies", so werden die kontrollierten Rechner genannt, oftmals dazu, Websitebetreiber zu erpressen. Bisher wurde das Tool unter strengster Geheimhaltung entwickelt, schließlich soll der "Feind" wenig Informationen über das Gegenmittel erhalten, um seine Angriffstools nicht weiter optimieren zu können. Die Microsoftsche Geheimwaffe soll jedoch schon bei der Aufdeckung eines Botnet-Angriffs in Kanada geholfen haben.

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