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Minenfeld P2P-Tauschbörsen: Zocker aufgepaßt !

Oliver W. Oliver W.

Der Kampf um die PCs der Online-Gamer ist in vollem Gange. Aktuelle Security-Analysen zeigen, daß Cyber-Kriminelle sich auf die Game-Community eingeschossen haben. Von 1000 heruntergeladenen Erweiterungen und Schummeldateien für die Top-20 der PC-Spiele, waren mehr als 65 Prozent mit Schadcode präpariert. Innerhalb der letzten sechs Monate hat sich der Anteil von Schadcode in P2P-Tauschbörsen somit verdoppelt. Die Zahl der Gaming-Schädlinge, die Passwörter und Zugangsdaten für Online-Spiele stehlen, hat ebenfalls rasant zugenommen. Mit mehr als 31 Prozent nehmen sie bereits den ersten Platz unter den Datenspionen ein. Beliebte Vorgehensweise der Kriminellen: Platzierung von Schadcode in P2P-Tauschbörsen. Die G DATA Security Labs untersuchten daher im ersten Quartal 2008 monatlich 1000 Cheats, Patches, Wallhacks und Erweiterungen für die Top-20 der PC-Spiele in einschlägigen Tauschbörsen. Das schockierende Ergebnis: Mehr als 65 Prozent der Dateien waren hochgradig mit Schadcode verseucht - Tendenz steigend! Im 3. Quartal 2007 betrug der Anteil infizierter Dateien für die beliebtesten Spiele lediglich 30 Prozent. Bis zum Ende des vergangenen Jahres waren bereits mehr als die Hälfte der geprüften Dateien aus P2P-Tauschbörsen mit Schadcode präpariert. Ein weiteres Einfallstor für das Einspeisen von Schadcode sind Online-Games selbst. Viele der Spieler deaktivieren für die Dauer der Game-Session die Firewall oder verzichten auf ihren Rechnern gänzlich auf Internet-Sicherheitspakete. Was Cyber-Kriminelle am meisten brauchen sind schnelle Rechner, schnelle Internetzugänge und lange Onlinezeiten. All das, hübsch garniert mit Zugängen für Onlinespiele, haben die Gamer zu bieten. In Windeseile können so gestohlene Passwörter und Zugänge zu Geld gemacht werden. Doch damit nicht genug: Ist der Rechner erstmal verseucht, wird versucht weiteren Schadcode zu etablieren mit dem Ziel, den Rechner in die Reihen der sogenannten Zombie-PCs einzureihen und so in Botnetze zu integrieren. Mit diesen Zombies werden Spammails versendet oder ähnliche Attacken gestartet, die ganz sicher nicht im Sinne des Eigentümers sind. Infizierte PCs werden zu solchen Zwecken sogar vermietet. Nach Einschätzung der Security Labs wird es den Tätern leider immer noch allzu leicht gemacht ihren Schadcode auf PCs zu installieren, Daten zu stehlen und ihre Zombie-Armeen aufzustocken. Dabei sind aktuell sogar spezielle Gaming-optimierte Firewalls am Markt, die beweisen, daß Zock und Zombie nicht miteinander einhergehen müssen. Internet Security Software auf Freeware.de

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