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OoVoo: Kostenlose Video-Telefonie über Internet

Oliver W. Oliver W.

Video-Telefonie ist seit Skype kein unbekanntes Phänomen mehr, sondern massiver Bestandteil der allttäglich durchgeführten Kommunikation vieler Internet-Nutzer weltweit. Es kostet keine zusätzlichen Gebühren, geht in der Regel flüssig und ohne große Verzögerung vonstatten und braucht keine große Bandbreite, so dass auch etwa ein 2MBit-DSL-Anschluss genügt, um sogar zwei oder drei Gespräche parallel zu führen. Doch ist der Komfort auch abhängig vom verwendeten Programm und in diesem Punkt, dem Komfort, kann OoVoo seinen Konkurrenten Skype aus der Bahn drängen. Die Freeware befindet sich zwar noch in einer Beta-Phase, ist aber schon sehr fortgeschritten, sowohl in Funktionsumfang, als auch in Oberfläche und Bild- und Ton-Qualität. Zudem lassen sich nicht nur Gespräche zu anderen OoVoo-Nutzern aufbauen, sondern auch zu VoIP-Nutzern weltweit. Vor der Benutzung muss erst ein Account erstellt werden. Ein Assistent führt den Nutzer durch die notwendigen Schritte. Ist dieser erstellt, kann man sich das Hauptfenster ansehen. Das Design ist zwar sehr an Windows Vista angelehnt, doch kann auch ein Nutzer von Windows 98 oder XP sich ohne größere Probleme zurechtfinden. Ganz oben im Hauptfenster befindet sich die Leiste für die Standard-Bedienelemente, die Menüleiste zum Einstellen von OoVoo. Über Datei > Einstellungen lässt sich zum Beispiel das Options-Fenster öffnen, über welches sich Einstellungen zu Datenschutz, Bild- und Ton-Qualität, Benachrichtigungen, E-Mails, Dateiversand und anderen Teilen des Programmes anpassen lassen. In der zweiten Zeile sieht man seinen Avatar, das seinem Account zugeordnete Bild, den gewählten Nicknamen, seinen Online-Status (zum Beispiel "Online", "Abwesend" oder "Offline") sowie eine Eingabezeile für eigene sogenannte "Away-Messages". Das sind Nachrichten, die anderen Nutzern angezeigt werden, wenn man den entsprechenden Status eingestellt hat.

Die nächste Zeile bietet fünf Buttons, welche einem unter anderem Zugang zu den Nachrichtenverläufen, dem Telefonbuch und den aufgezeichneten Video-Mitschnitten gewährt. In der Mitte des Fensters ist einmal die Kontaktliste, welche die bereits hinzugefügten Kontakte kategorisch sortiert anzeigt, sowie das Telefonbuch, über welches man auch normale VoIP-Nummern anrufen und verwalten kann. Ganz unten folgt ein Bereich mit vier Buttons. Mit dem linken kann man Video-Nachrichten an Personen aus der Kontaktliste senden, mit dem mittleren lässt sich ein Telefonat initiieren und mit dem rechten lässt sich eine normale textbasierte Chat-Sitzung starten. Mit dem vierten Button kann man in die Favouriten-Ansicht wechseln. Dabei schließt sich das Hauptfenster und ein neues kleineres erscheint. In dieses ist nur die Kontaktliste, ein minimales Menü, integriert. Im Übrigen lässt sich das Video-Fenster sehr effektvoll verwenden. Die Video-Bilder lassen sich dreidimensional anordnen und sogar auf den ganzen Monitor maximieren. All diese kleinen Feinheiten, vor allem aber auch das elegante Design, machen OoVoo zu einem echten Hingucker und einer ernstzunehmenden Alternative für Skype. Wenn OoVoo dann nicht mehr so lange in der Beta-Phase steckt, was vermutlich noch einige Nutzer abschreckt, das Programm zu nutzen, steht einer erfolgreichen Laufbahn des Programms nichts im Wege.

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