Tipp

PC Tools ThreatFire: Free Antivirus Ergänzung mit verhaltensbasierter Erkennung

Jan W. Jan W.

Viele kostenlose Virenscanner erledigen ihren Job tadellos, jedoch erkennen sie Schädlinge oft nur auf Basis von Signaturen. Dabei liefert eine Verhaltenserkennung mitunter sicherere Ergebnisse. Ein kostenloses Tool optimiert den Malware-Schutz.

ThreatFire gibt der Antivirus-Software Schützenhilfe

Der klassische Weg zur Erkennung von Schadprogrammen und Spyware führt über Signaturen. Taucht ein neuer Virus auf, nehmen Virenjäger eine "Probe" und füttern mit dieser Info ihre Antiviren-Programme. Ab sofort erkennt die Schutz-Software den Eindringling. Der Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass der Wurm oder das trojanische Pferd bereits gewütet haben muss. Als Ergänzung zur Erkennung auf Signaturbasis rüsten viele Hersteller ihre Sicherheitsprogramme mit Heuristischen Suchen aus. Sie agiert intelligent und beobachtet das Verhalten von Programmprozessen. Erkennt die AV-Software eine Unregelmäßigkeit oder etwas Auffälliges, dann schlägt sie Alarm. Da diese Verhaltenserkennung bei vielen Gratis-Virenscannern fehlt, kann man sie mit der Security-Freeware ThreatFire nachrüsten.

ThreatFire als intelligenter Zusatz-Schutz

ThreatFire installiert man zu einer bereits installierten Antiviren-Software, die nicht über eine verhaltensbasierte Erkennung verfügt. Richten Sie ThreatFire nicht ein, wenn Ihr Virenschutz über ein Heuristik-Modul verfügt, sonst kann es zu Fehlalarmen kommen. Ob Ihre Schutz-Software über so eine Funktion verfügt, erfahren Sie auf der Hersteller-Website. Oft hilft auch ein Blick in die Optionen. Die folgenden Schritte begleiten Sie durch die ThreatFire-Einrichtung: ThreatFire - Sicherheitstest

  • Nachdem Sie ThreatFire heruntergeladen haben, rufen Sie den Installer auf und folgen seinen Anweisungen. Er bietet einen Sicherheits-Test an – führen Sie ihn durch. Hierbei sucht er nach bereits installierter Antiviren-Software und Firewall. Keine Panik bei Warnungen: Schon einfache Cookies stuft der Sicherheits-Test als Bedrohung ein.

  • Führen Sie nach dem Start eine erste Aktualisierung durch, damit ThreatFire auf dem aktuellen Stand ist. Klicken Sie dazu in der linken Leiste auf Sicherheitsstatus, wechseln zum Reiter System und klicken auf den roten Link Kein Smart Update. Folgen Sie dem Update-Assistenten. Obwohl es sich bei ThreatFire nicht um einen vollwertigen Virenjäger handelt, bringt er trotzdem einen Rookit-Scanner mit. So starten Sie die manuelle Suche:

  • Klicken Sie in der linken Leiste auf Suche starten.

  • Wählen Sie nun aus, ob Sie den "Intelli-Scan" oder den Komplett-Scan durchführen möchten. Während erste Variante nur typische Angriffsstellen des Rechners überprüft, scannt die zweite den kompletten Rechner. Für mehr Sicherheit ist daher der Komplett-Scan zu empfehlen.

  • Ein Klick auf den blauen Suche starten-Button startet den Suchvorgang. Empfehlenswert ist es zudem, einen regelmäßigen Scan durchzuführen. Dafür ist ThreatFire mit einem Planer ausgestattet.

  • Rufen Sie die Einstellungen auf und wechseln zum Registerreiter Geplanter Scan.

  • Platzieren Sie ein Häkchen vor Geplanten Scan durchführen und bestimmen Uhrzeit sowie Turnus. Ein guter Wert ist Wöchentlich. Zum Abschluss legen Sie den bereits angesprochenen Scan-Modus fest. Empfehlung: Komplett-Scan.

  • Übernehmen Sie die Einstellungen mit OK. ThreatFire - Komplett-Scan ThreatFire - Scheduler

Weitere Features von ThreatFire

ThreatFire funktioniert "out of the box", schützt den Rechner also ohne Konfiguration direkt nach der Installation. Wer sich noch weiter im Programm umsehen möchte, der findet dort folgende Features:

  • Globale Aktionsliste: Auflistung und Entsperrung erkannter Bedrohungen

  • Erweiterte Tools: Erstellung eigener Regeln, die über das Standard-Regelwerk hinausgehen (Achtung: Falsche Anwendung kann zu Problemen führen! Im Zweifelsfalls nichts daran ändern.)

Neueste Artikel