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Phishing: Gefahr durch Passwortdiebstahl steigt an

Oliver W. Oliver W.

Während derzeit Phishing-Mails meist noch in englisch oder gebrochenem Deutsch geschrieben sind, wird sich die Phishing-Szene vermutlich immer mehr professionalisieren und damit auch immer gefährlicher.

Die Wirtschaftsinitiative "no abuse in internet" (naiin) hat Internet-Nutzer vor Nachlässigkeit im Umgang mit sogenannten Phishing-Mails gewarnt. "Die Bedrohung durch Phishing ist permanent und nimmt stetig zu", erklärt naiin-Vorstand Marcus Ross. Mehrmals täglich sei die Beschwerdestelle der Initiative mit verschiedensten Attacken der Passwortdiebe beschäftigt.

"Die E-Mails der aktuellen Phishing-Attacken sind überwiegend noch in gebrochenem Deutsch oder komplett in englisch gehalten, so dass diese gegenwärtig noch verhältnismäßig leicht zu durchschauen sind", weiß Ross zu berichten. Jedoch geht er davon aus, "dass sich auch die deutsche Phisher-Szene weiter professionalisieren und zumindest die sprachlichen Defizite aus dem Weg räumen wird."

Laut internationalen Studien sind immerhin drei Prozent aller Phishing-Mails erfolgreich, demzufolge sind bereits mehrere Millionen Nutzer dem Passwortdiebstahl zum Opfer gefallen. Ross macht darauf aufmerksam, dass weder Banken noch Kreditkartenfirmen ihre Kunden per E-Mail zur Aktualisierung von Zugangsdaten auffordern, schon gar nicht werde nach PIN oder TANs gefragt. In unangeforderten E-Mails sollten keine Links geöffnet werden, auch wenn sie noch so seriös erscheinen. Im Zweifelsfall können sich die Internetnutzer an ihre Kreditinstitute oder an das Team der naiin-Meldestelle "netwatch" wenden.

Der naiin e.V. - der Verein gegen Missbrauch im Internet – unterhält die Meldestelle "netwatch", bei der Internet-Nutzer rechtswidrige Internet-Inhalte beanstanden können. naiin geht den Hinweisen nach und ergreift technische und juristische Maßnahmen. Hinweise werden unter www.naiin.org oder per E-Mail (netwatch@naiin.org) entgegengenommen.

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