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PrivacyBox: Die etwas andere Mail-Box

Oliver W. Oliver W.

Wie der Titel bereits anzudeuten versucht, handelt es sich bei PrivacyBox um einen Service der German Privacy Foundation. Mit ihm kann man sehr einfach ein anonymes E-Mail-Konto anlegen. Erstellt wurde dieser Dienst laut eigener Aussage für Blogger, Journalisten und andere Publizisten. Er soll eine vollständig anonyme Korrespondenz ermöglichen. Dennoch kann der Service von jedem anderen Interessenten ebenfalls benutzt werden. Die Handhabung des Ganzen ist für Anfänger geeignet und erfordert kein großes Wissen. Doch auch Fortgeschrittene und Profis werden die PrivacyBox zu schätzen lernen wissen. Um einen Account zu erstellen benötigt die Seite keine Informationen außer des Benutzernames und des Passwortes. Es gibt nur eine Einschränkung: Der Nutzername kann (noch) keine Zahlen oder Zeichen und auch keine Großbuchstaben enthalten. Lediglich Kleinbuchstaben sind erlaubt. Doch auch das sollte dem Nutzer noch genügend Freiraum lassen. Da der Verkehr der Mails, die Logins, die Mails selbst und alle anderen Interaktionen mit der Seite über https ablaufen, können beispielsweise Texte, Namen oder Passwörter nicht von Dritten mitgelesen werden. Die German Privacy Foundation gibt sogar an, selbst keine Informationen zu speichern, einmal abgesehen vom verschlüsselten Nutzernamen, Passwort und Mails. Wer möchte kann seine Mails auch an ein normales E-Mail-Konto weiterleiten lassen oder per POP3 mittels eines Mail-Programmes, zum Beispiel Thunderbird, abrufen. Es gibt jedoch einen Haken, der sich bis jetzt nicht zufriedenstellend umgehen lässt. Man kann keine Mails direkt, beispielsweise an @privacybox.de schicken, sondern muss für jede Mail die Webseite besuchen und dort das Formular benutzen. Für Personen, die aber eine hohe Anonymität benötigen, sollte dies aber keine Hürde darstellen. Ein Hinweis noch zum Schluss: Um nicht möglicherweise mit seinem normalen E-Mail-Konto in Verbindung gebracht zu werden, sollte man die Mails an einen anderen anonymen E-Mail-Account senden lassen, der mit der eigenen Person oder dem normalen Konto nichts zu tun hat.

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