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Raubkopierer machen auch vor Klingeltönen nicht halt

Shawn H Shawn H

Raubkopierer klauen jetzt auch Klingeltöne, wie ein aktueller Magazinbericht aufdeckt. Die Hörschnipsel auf vielen Portalen sind nämlich lang genug, um als Klingelton verwendet und heruntergeladen zu werden - was illegal ist.

Immer mehr Handy-Klingeltöne werden inzwischen aus Klingelton-Internetläden raubkopiert. Das berichtet die Zeitschrift Computerbild in ihrer aktuellen Ausgabe. Viele Anbieter der Töne stellen auf ihren Internetseiten kostenlose Hörproben bereit, die lang genug sind, um als Klingelton verwendet zu werden. Wie die Zeitschrift feststellte, sind diese Klang-Beispiele nicht vor dem Kopieren geschützt.

Bei einer Stichprobe konnten bei Anbietern wie Zed.de, Handy.de und Rtlhandyfun.de die Hörproben mit wenigen Mausklicks auf die Festplatte kopiert werden. Von dort ließen sie sich problemlos via Kabel-, Infrarot- oder Bluetooth-Verbindung auf Handys übertragen. Die Probier-Klänge als Klingeltöne auf dem Handy zu verwenden ist jedoch illegal.

Unter Jugendlichen soll inzwischen eine regelrechte Tauschszene entstanden sein, in der raubkopierte Handy-Klänge in großen Mengen weitergegeben werden. Nach Schätzungen der Firma Qpass, die Verkaufsportale für Klingelton-Anbieter herstellt, ist durch die ungenügende Absicherung der Hörproben allein im letzten Jahr in Deutschland ein Schaden von 55 Millionen Euro entstanden. Die Töne werden in den Internetläden für bis zu zwei Euro pro Stück verkauft. Einige Klingelton-Anbieter kündigten nun gegenüber Computerbild an, in Zukunft Kopierschutzmechanismen für die Hörproben einsetzen zu wollen.

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