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Reaktionszeiten bei TFT-Displays oft nicht korrekt

Oliver W. Oliver W.

Ein Test hat gezeigt, dass die so Reaktionszeiten für TFT-Displays häufig nicht der Praxis entsprechen und somit auch Monitore mit schnellen Reaktionszeiten für Filme und schnelle Computerspiele nicht geeignet sind.

TFT-Flachbildschirme liegen im Trend - besonders, seit viele Hersteller ihre Geräte mit immer kürzeren Reaktionszeiten bewerben. Doch Vorsicht: Wie das Computer-Monatsmagazin PC-Welt in seiner aktuellen Ausgabe 02/2005 berichtet, haben die Herstellerangaben oft wenig Aussagekraft. Anwender müssen daher auch bei Geräten, die Reaktionszeiten von acht bis 16 Millisekunden versprechen, mit störenden Schlieren und Nachzieheffekten bei schnellen Bildbewegungen rechnen.

Dem Magazin zufolge geben die Hersteller als Reaktionszeit die Zeitspanne an, die ein TFT-Display für einen Wechsel von fast ganz dunkel zu fast ganz hell und wieder zurück benötigt - also den Wert für einen nahezu vollständigen Schwarz-Weiß-Wechsel. Diese Messmethode beruht auf der für TFT-Displays maßgeblichen ISO-Norm 13406-2. Doch in der Praxis kommt wesentlich häufiger der Wechsel von einem Grauton zum nächsten vor. Hierfür brauchen die Flüssigkristalle in der Anzeige deutlich länger als für eine komplette Schwarz-Weiß-Umschaltung. Effektiv ist die nach der ISO-Norm gemessene Reaktionszeit um bis zu 70 Prozent geringer. Genau diese Differenz zeigt sich in der Praxis durch Schlieren und unscharfe Bilder.

Das Magazin rät demzufolge, vor dem Kauf ein Sportvideo mit möglichst schnellen Ballbewegungen anzuschauen, etwa von einem Tennismatch oder einem Fußballspiel. Zieht der Ball deutlich sichtbare Schlieren, ist der Bildschirm für Filme oder schnelle Computerspiele nicht geeignet.

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