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Regierung will mehr Computerspiele verbieten

Rainer W. Rainer W.

Einem Zeitungsbericht zufolge, will die Bundesregierung mehr Computerspiele als bisher verbieten. Über eine Änderung des Gesetzes wolle man noch im Herbst abstimmen. Testkäufer sollen das Verbot überwachen.

Im Herbst will die Bundesregierung über eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes entscheiden. Laut einem Bericht der Welt, soll damit die Verbreitung von so genannten "Killerspielen", jugendgefährdender Computer- und Videospiele, stärker als bisher eingedämmt werden. Nach Ansicht von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen würden bisher zu viele Spiele durch den Filter der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK rutschen.

Indizierung von gewaltbeherrschten Spielen

So sieht die Gesetzesnovelle dem Bericht zufolge vor, künftig nicht nur "Gewalt verherrlichende Spiele" für Computer und Spielekonsolen auf den Index aufzunehmen, auch "gewaltbeherrschte Spiele" sollen auf die "Rote Liste" gesetzt werden. "Wenn Sie beispielsweise in einem Spiel belohnt werden, weil Sie Gewalt anwenden, anstatt eine Aufgabe friedlich zu lösen, kann das aus unserer Sicht Jugendliche negativ beeinflussen", zitiert das Online-Magazin einen Sprecher des Ministeriums. Man möchte damit der Gefahr entgegenwirken, dass Gewalt als Lösungsmöglichkeit auch im wirklichen Leben angewendet werde.

Jugendliche als Testkäufer

Mit dem neuen Gesetzesentwurf wolle man staatlichen Kontrolleuren auch Testkäufe im Handel erleichtern, um so zu verhindern, dass verbotene Spiele trotz der Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) über die Ladentheke gehen. Ein Wissenschaftler des Hans-Bredow-Institut sprach in diesem Zusammenhang von der Möglichkeit, auch Jugendliche als Testkäufer loszuschicken, was das Gesetz im Augenblick nicht vorsieht.

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