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"Rootkit" bleibt für viele Nutzer ein Fremdwort

Rainer W. Rainer W.

Das gilt im wahrsten Sinne des Wortes, wie der Sicherheitsspezialist Avira in einer Umfrage herausfand: Viele Anwender sind sich der Gefahr versteckter Schadprogramme nach wie vor nicht bewusst.

Durch geschickt getarnte Online-Einbrecher wird der häusliche Rechner Teil eines gefährlichen Botnetzwerkes - für zwölf Prozent der Computer-Nutzer klingt dieses Szenario mehr nach Science Fiction als Realität. Dies fand Avira mit ihrer aktuellen "Gewissensfrage des Monats" in einer Online-Studie heraus. Gut 1800 Nutzer hatten daran teilgenommen.

Rootkits handeln im Verborgenen

Immerhin 47 Prozent unterbinden ein Doppelleben ihres Computers konsequent durch regelmäßige System-Checks. Auf den ersten Blick scheinen also härtere Zeiten für Cyberkriminelle angebrochen zu sein, doch der Schein trügt: Fünf Prozent der PC-Nutzer geben den Hackern nahezu grünes Licht, indem sie die Gefahr von unbemerkten Systemzugriffen ignorieren, solange der Computer problemlos funktioniert.

Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) verlässt sich blind darauf, dass der Rechner durch den installierten Virenschutz auch gegen Rootkits ausreichend geschützt ist. Rootkits zielen darauf ab, sich und seine Malware-Komponenten auf dem Rechnersystem vor der Antivirensoftware und dem Benutzer zu tarnen.

Passwörter können ausspioniert werden

Teils unbewusst, teils fahrlässig halten also insgesamt noch 53 Prozent der befragten PC-Nutzer Tür und Tor offen für professionelle Hackerangriffe aus dem Cyberspace. Unzureichend geschützte Computer sind besonders gefährdet, denn sie bieten Hackern eine ideale Basis, um über die gekaperten Rechner ihre illegalen Ziele zu verfolgen. Durch die Überwachung der Tastatur lassen sich sehr leicht sämtliche Passwörter ausspionieren. Denkbar ist auch, dass der Rechner für Spam-Angriffe oder Denial-of-Service-Attacken missbraucht wird.

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