Tipp

Schlappe für Microsoft: EU-Bußgeld war rechtens

Rainer W. Rainer W.

Die EU-Kommission zeigte sich mit dem Urteil zufrieden, bei Microsoft stapelt man tief: Das vor drei Jahren verhängte Bußgeld von knapp 500 Millionen Euro ginge in Ordnung, so ein aktueller Gerichtsbeschluss. Ob Microsoft in Berufung gehen wird, ist noch offen.

Das Luxemburger Gericht hat eine Beschwerde des Software-Giganten Microsoft gegen ein EU-Bußgeld von 500 Millionen Euro abgelehnt. Die EU-Kommission hatte das Bußgeld verhängt, weil aus ihrer Sicht Microsoft in unzulässiger Weise sein Betriebssystem mit seinem Media Player gekoppelt hatte. Damit nutze Microsoft seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen aus, hatte die Kommission geurteilt. Die Luxemburger Richter bestätigten die Entscheidung der Behörde jetzt.

Wie wird Microsoft reagieren?

Ebenfalls von den Richtern abgenickt wurden weitere Auflagen, die dem Redmonder Software-Konzern von der EU-Kommission auferlegt worden waren. So muss Microsoft beispielsweise technische Einzelheiten der Konkurrenz zugänglich machen, damit diese ihre Software an Windows anbinden können. Nur den "Aufpasser" der EU, der alle diese Prozesse überwachen sollte, kippten die Luxemburger Richter. Ob Microsoft in Berufung gehen wird, steht derzeit noch nicht fest.

Neueste Artikel