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Sophos ermittelt die aktivsten Spam-Versendeländer

Shawn H Shawn H

Sophos nennt sie "Das 'Dreckige Dutzend': Der Sicherheitsspezialist hat diejenigen Länder ermittelt, die im letzten halben Jahr besonders durch Spam-Versand aufgefallen sind. Ganz vorne liegen die USA, Südkorea und China.

Der Computersicherheits-Spezialist Sophos stellt die Liste der Länder vor, aus denen zwischen April und September 2005 die meisten Spam-Mails versendet wurden. Das Ranking basiert auf den Untersuchungen der SophosLabs, in denen die Forscher weltweit alle Spam-Mails analysieren, die in extra bereitgestellten Spam-Fallen eingehen.

Wie schon in früheren Erhebungen behaupteten die USA mit einem Anteil von rund 26 Prozent ihre zweifelhafte Spitzenstellung, gefolgt von Südkorea und China. Die Versender missbrauchen zunehmend ungeschützte Rechner argloser PC-Anwender, um ihre unseriösen Angebote zu verbreiten. So nehmen unerwünschte Werbe-Mails, die von so genannten Zombie-PCs stammen, mittlerweile einen Anteil von rund 60 Prozent der untersuchten Mails ein. Dies hat auch zur Folge, dass sich der Standort der Hintermänner nicht mehr lokalisieren lässt, sondern nichts ahnende Computeranwender zur Quelle der Massenmails werden. Deutsche Spam-Versender zeigten sich weniger aktiv: Deutschland rückt zwei Plätze nach hinten und nimmt den zwölften Platz der Rangliste ein.

Auch wenn die USA, Südkorea und China immer noch für über 50 Prozent aller versendeten Spam-Mails verantwortlich sind, stellt Sophos vor allem in Nord-Amerika eine deutlich geringere Aktivität fest. Zwar liegen die USA beim Versenden von Spam-Mails weiterhin auf Platz eins. Dank verschiedener Maßnahmen, wie etwa der Verhängung von Gefängnisstrafen gegen verurteilte Spammer, einer schärferen Gesetzgebung und verbesserter Absicherung von IT-Systemen, konnten jedoch gerade die Vereinigten Staaten und Kanada die Verbreitung von Spam-Mails eindämmen.

Angesichts des verstärkten weltweiten Drucks und neuer Gesetze wechseln zahlreiche Versender von Spam-Mails zu illegalen Providern. Zu ihren wichtigsten "Partnern" gehören Viren-Programmierer und Hacker. Indem sie ungeschützte Rechner per Remote-Zugriff manipulieren, können sie Massen-Mails versenden, Denial-of-Service-Attacken starten und vertrauliche Daten ausspionieren, ohne dass die Anwender dies merken.

Um nicht Opfer von Spam- und Viren-Attacken zu werden, empfiehlt Sophos allen PC-Nutzern, ihre Anti-Viren-Software regelmäßig zu aktualisieren und eine richtig konfigurierte Firewall einzurichten. Darüber hinaus sollten Computeranwender stets die aktuellen Security-Patches installieren, um nicht Teil eines Zombie-Netzwerks zu werden. Firmen sollten zudem unternehmensweite Richtlinien im Umgang mit E-Mail und Internet definieren.

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