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Sophos warnt vor neuer Spam-Kampagne

Shawn H Shawn H

Die so genannte Nigeria-Connection sucht neue Opfer; im aktuellen Fall geht es um das Pariser Concorde-Unglück vom Juni 2000. Wie immer in solchen Mails wird den Anwendern Geld versprochen, wenn sie persönliche Daten rausrücken.

Der Sicherheitsspezialist Sophos warnt Computeranwender vor einer neuen Spam-Kampagne, bei der Cyberkriminelle versuchen, an vertrauliche Informationen zu gelangen. Als Aufhänger nutzen die Online-Betrüger den Absturz der Concorde am 25. Juni 2000 in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulle, bei dem insgesamt 113 Passagiere starben, darunter zahlreiche Deutsche.

Millionen zu verschenken?

Die Spammer geben vor, die Nachricht stamme von einer offiziellen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die auf das Londoner Bankkonto eines deutschen Passagiers gestoßen sei, der bei dem Absturz mit seiner Familie ums Leben kam. In der Spam-Mail wird behauptet, das Vermögen des damals 57-jährigen BMW-Mitarbeiters in Höhe von 20,5 Millionen englischen Pfund werde nach Ablauf einer Frist von drei Monaten genutzt, um Waffen zu kaufen. Da es keine Erben gäbe, werden die Empfänger aufgerufen, so schnell wie möglich auf die E-Mail zu antworten, damit 25 Prozent des Geldes an sie überwiesen werden könne.

Um die E-Mail glaubwürdiger erscheinen zu lassen, verweisen die Spammer auf mehrere offizielle Online-Berichte zum Absturz der Concorde im Jahr 2000. Antworten die Empfänger auf die Nachricht in der Hoffnung, einen Teil des beträchtlichen Vermögens zu bekommen, werden sie aufgefordert, eine Vorauszahlung zu leisten oder persönliche Daten für die vermeintliche Überweisung preiszugeben. Sophos warnt, dass diese Informationen von Spammern gezielt dazu verwendet werden können, fremde Bankkonten zu plündern oder Identitätsbetrug zu begehen.

Geld gegen persönliche Daten

Der betreffende Passagier und seine Familie gehörten im Übrigen tatsächlich zu den Opfern des Unglücks. Doch jeder Computeranwender sollte bei E-Mails vorsichtig sein, in denen ihm ein unerwarteter Geldsegen versprochen wird. Die Spam-Mail mit Bezug auf den Concorde-Absturz ist das jüngste Beispiel für die so genannten "Nigeria-Connection"-Kampagnen, bei denen Geld versprochen wird, um an persönliche Informationen zu kommen. In den E-Mails wird beispielsweise behauptet, die Nachrichten stammten von der verfolgten Witwe des letzten nigerianischen Staatsoberhaupts, einem überlebenden Mitglied der im Juni 2001 grausam ermordeten Königsfamilie von Nepal oder von einem afrikanischen Astronauten, der angeblich auf der Weltraumstation Mir festsitzt.

Sophos rät allen Unternehmen und Computeranwendern, sich mit integrierten IT-Sicherheitslösungen vor Spam- und Viren-Attacken zu schützen und unverlangte E-Mails unbekannter Absender mit Vorsicht zu behandeln.

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