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Stop Acta: Das Internet macht mobil

Jan W. Jan W.

Mit ACTA soll ein staatenübergreifendes Abkommen geschlossen werden, das dem Schutz von Urheberrechten dient. Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, erweckt bei genauerem Hinsehen Misstrauen – Zu Recht?

ACTA – Mit der Keule gegen Raubkopierer

Das ACTA-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) soll in Zukunft Rechteinhabern den Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen und Produktpiraterie erleichtern. Die unterzeichnenden Staaten verpflichten sich, gemeinsame Maßnahmen gegen Raubkopierer und Patentdiebe anzustrengen. Wovon Musiker und Filmschaffende profitieren sollen, treibt Internet-Nutzern den Angstschweiß auf die Stirn. ACTA sieht unter anderem vor, dass Internet-Provider verpflichtet werden müssen, den Netzverkehr zu überwachen. Sobald Urheberrechtsverletzungen festgestellt werden, könnte dem mutmaßlichen Copyright-Verletzer der Netzzugang gekappt werden. Provider müssten die Daten der entsprechenden Person an die Content-Industrie weiterleiten, die wiederum einen Prozess anstrengen könnte. Das ist nur ein Punkt aus dem restriktiven Maßnahmenkatalog. Bisher drangen nur spärliche Informationen an die Öffentlichkeit, nicht auch zuletzt, weil die ACTA-Verhandlungen stets im stillen Kämmerlein von Industrie-Lobbyisten geführt wurden. Kritiker sehen die Meinungsfreiheit, den freien Datenaustausch und die Netzneutralität in Gefahr.

Stop ACTA – Demonstrationen gegen das Abkommen

So langsam regt sich Widerstand gegen ACTA: In einem Informationsvideo sowie auf speziellen Websites wie stopacta.de informieren Gegner über das geplante Abkommen und seine weitreichenden Folgen.

Für den kommenden Samstag, 11.2. sind zudem bundesweite Streiks geplant.

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