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Studie: Digitale Spiele boomen

Rainer W. Rainer W.

Der Spielemarkt boomt. Ein Trend, der sich durch die zunehmende Verbreitung von Online-und Handy-Spielen sowie neue Zielgruppen weiter fortsetzten wird, so das Ergebnis einer Studie von SevenOne Media.

Ob Computer-, Video-, Online- oder Mobil-Spiele - Games gelten als größter Wachstumsfaktor der Unterhaltungsbranche: 2006 wurden geschätzte 1,7 Milliarden Euro mit digitalen Spielen umgesetzt. Für 2007 wird ein Wachstum von 17,3 Prozent auf zwei Milliarden Euro prognostiziert. Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Vor allem die Eroberung neuer Zielgruppen, die stärke Vernetzung der Spieler untereinander sowie die steigende Beliebtheit mobiler Spiele werden den Markt weiter beflügeln. Das sind die Kernergebnisse des aktuellen Media Reports, den der ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media regelmäßig veröffentlicht.

Wachstum durch neue Zielgruppen

Noch ist der größte Anteil der Gamer männlich und jung, ein Wandel der Spielergemeinde zeichnet sich aber bereits jetzt ab, heißt es weiter in der Studie. Demnach entdecken immer mehr Frauen und über 30jährige die Spielewelt für sich. Auch die zunehmende Verbreitung von Breitband-Internetzugängen wirkt sich laut Media Report positiv auf die Spieleindustrie auf. Davon profitieren vor allem Online-Spiele. Der Download von mobilen Spielen ist momentan zwar noch eher verhalten, aber auch ihr sehen die Marktforscher kräftiges Wachstumspotential. So prognostizieren Branchenexperten für 2007 eine über 50-prozentige Umsatzsteigerung auf diesem Sektor.

Konsolen mit größtem Wachstumspotential

Die potenzielle Zielgruppe der Gamer ist indes riesig, so Media Report. Jeder zweite Deutsche habe Zugriff auf einen PC und in jedem dritten Haushalt stehe inzwischen eine Spiele-Konsole. Große Kapazitäten für Gaming stecken laut Studie weiterhin im Konsolenbereich. Bei Jupiter Research gehe man davon aus, dass knapp 40 Prozent aller Haushalte in den nächsten Jahren mit Konsolen ausgestattet sein werden. Aber auch der Mobilfunkbereich sorge für weiteres Wachstum. Denn die nächste Generation der mobilen Endgeräte werde den kostenpflichtigen Download mit stärkeren Speicher- und Grafikleistungen unterstützen und so das Handy-Gaming noch populärer machen.

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