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Teure Facebook Party: Saftige Rechnung für Veranstalter

Rainer W. Rainer W.

Immer wieder schaffen es so genannte "Facebook Partys" in die Medien. Feiern, zu denen im sozialen Netzwerk aufgerufen wird, können schnell außer Kontrolle geraten und den Bereich des Legalen verlassen. Das kann den "Veranstalter" teuer zu stehen kommen.

Facebook Party soll 200.000 Euro kosten

Vor wenigen Wochen lud ein 20jähriger Lehrling via Facebook zu einer Party im Konstanzer Freibad ein. Da diese Veranstaltung öffentlich auf Facebook zu sehen war, konnte sich jeder dort eintragen und teilnehmen. Zwar verhinderte die Polizei schon im Voraus die Veranstaltung, trotzdem entstanden Kosten für bereitstehende Polizisten und versäumte (Sicherheits-)Auflagen. Nun fordert die Stadt Konstanz rund 200.000 Euro von dem Veranstalter, der zu dem Happening aufgerufen hatte.

Rechtsanwalt warnt vor Facebook Party Aufrufen

Rechtsanwalt Christian Solmecke warnt vor solchen Veranstaltungsaufrufen: "Wer bewusst zu einer Facebook-Party aufruft, ohne den Teilnehmerkreis zu beschränken, muss auch für die entstandenen Kosten den Kopf hinhalten." Nur wenn es sich um ein "Versehen" handeln und sich der Veranlasser bemühen würde, seinen Fehler gutzumachen, erst dann würden ihm etwaige Kosten erspart. Ob der Veranstalter der Konstanzer Facebook Party jemals für die Kosten aufkommen können wird, steht indes in den Sternen. Nach eigenen Angaben verdient er monatlich nur rund 600 Euro. Gegen den Gebührenbescheid kann Widerspruch vor den Verwaltungsgerichten eingelegt werden.

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