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Trojaner greift Anti-Spyware-Produkt von Microsoft an

Oliver W. Oliver W.

Die Sophos-Spezialisten haben die erste Schadsoftware entdeckt, die das noch in der Betaphase befindliche Anti-Spyware-Produkt von Microsoft angreift. Ursprünglich wurde der Trojaner zum Phishing programmiert.

Kaum in der Beta-Phase und schon von Schädligen unterwandert: Microsofts neue Anti-Spyware. Der Trojaner BankAsh-A ist zwar in erster Linie dazu programmiert worden, Online-Banking-Kennwörter von ahnungslosen Windows-Anwendern zu stehlen. Zusätzlich deaktiviert BankAsh-A jedoch das Programm Microsoft AntiSpyware. Die Software steht derzeit als Beta-Download auf der Microsoft-Webseite zur Verfügung. Das Ziel des Trojaners ist es, die Warnungen von Microsoft AntiSpyware zu unterdrücken, während alle Dateien im Programme-Ordner gelöscht werden.

"Dies ist der erste bekannte Versuch einer Malware, Microsoft AntiSpyware zu deaktivieren, aber es kann die erste von vielen zukünftigen solchen Attacken sein", sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Sobald das Microsoft-Produkt die Beta-Phase verlassen hat und von Heimanwendern eingesetzt wird, gibt es höchstwahrscheinlich immer mehr Trojaner, Viren und Würmer, die versuchen diese Software auszuhebeln."

Die Sophos-Experten warnen davor, dass der Trojaner nicht nur das Anti-Spyware-Produkt von Microsoft deaktiviert, sondern auch Kunden von Online-Banken in Großbritannien wie Barclays, Cahoot, Halifax, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide, NatWest und Smile als Ziel hat.

"Kriminelle schreiben verstärkt Schadsoftware, mit der Bankkontodaten von nichtsahnenden Computeranwendern gestohlen werden können", so Graham Cluley weiter. "Alle Internetnutzer sollten sicherstellen, dass ihre Computer mit aktueller Software vor Viren, Spam und schädlicher Spyware geschützt sind."

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