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UltraEdit: Mächtiger Profi-Texteditor

Oliver W. Oliver W.

Der Markt für Texteditoren ist übersättigt, egal für welches Betriebssystem. In jedem ist ein Texteditor integriert und aus dem Netz lassen sich unzählige solcher Programme herunterladen, wenn man dabei bloß den Überblick hätte. Dieser ist aber mit UltraEdit nicht mehr notwendig, da das Tool nahezu alle Funktionen vereint, die ein Editor für mehr oder minder simplen Text beherrschen kann und sollte. So unterstützt die Shareware die Bearbeitung von beliebig großen Dateien. Man wird also weder dazu gedrängt, das Dateisystem umzustellen, wenn man noch FAT16/32 benutzt, noch ein 64-Bit-Betriebssystem oder andere spezielle Software zu installieren. Ist ein Text geschrieben, kann dieser von einer integrierten Rechtschreibprüfung korrigiert werden. Ebenso bietet Ultraedit Drag'n'Drop, so dass eine Datei nicht nur über das Datei-Menü geöffnet werden kann, sondern auch einfach indem man die gewünschte Datei anklickt und ins Editor-Fenster zieht. Eine weitere Spezialität von UltraEdit ist die Bearbeitung von HEX-Dateien. Dies ist besonders für Programmierer interessant, da gute HEX-Editoren, die nichts kosten, eher rar sind. Desweiteren werden Programmierer von der durch den Nutzer konfigurierbaren Syntax-Hervorhebung unterstützt, ihren Code besser zu überblicken und schließlich schneller und effizienter zu schreiben. Dabei ist es egal, ob es sich um C-Code oder HTML handelt. Der Nutzer kann definieren, was in welchen Farben erscheinen soll. Auch wird die Übersicht durch Tabs gewährleistet, die sich, ähnlich wie bei Firefox, am oberen Rand des Fensters befinden. Dort werden die geöffneten Dateien angezeigt, durch die man entsprechend einfach wechseln kann. Zusätzlich beherrscht das Programm Sortierverfahren. Ebenfalls zu erwähnen sind Feinheiten, die die Software von anderen Programmen abhebt. So etwa eine Art Lineal unter den Tabs, welches den Nutzer ablesen lässt, wie viele Zeichen in welcher Zeile geschrieben sind. Diese Funktion ist zum Beispiel nützlich für Programme, die in einem DOS-Fenster laufen, da diese in der Regel nur eine begrenzte Breite haben. Über eine Baumstruktur an der linken Seite lässt sich komfortabel durch die geöffneten Dateien und Ordner navigieren. Wer den Texteditor sehr oft nutzt, kann diesen auch das "Notepad" von Windows ersetzen lassen. Das nagt beim Laden im Vergleich zwar etwas an der Performance, bietet aber einen wesentlich höheren Komfort. Als weitere Besonderheit ist die Toolbar anzusehen, welche der Nutzer frei gestalten kann, was bei einigen Konkurrenz-Produkten nicht möglich ist. Um fair zu bleiben seien aber nicht ausschließlich Vorteile genannt. Wie jede andere Software hat auch Ultraedit Nachteile. Als erstes sei zu nennen, dass es sich bei dem Programm um Kaufsoftware handelt und der Preis ist für einen, wenn auch sehr mächtigen, Texteditor mit ungefähr 50$ nicht gering. Ultraedit bietet leider auch keinen Unicode-Support, weswegen nur im ANSI-Format codierte Dateien geöffnet und editiert werden können. Rückblickend kann man bei Ultraedit jedoch von einer über die Jahre berechtigterweise etablierten Software sprechen, die ihre Zwecke größtenteils zufrieden stellend erfüllt.

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