Tipp

USK zieht positive Jahresbilanz

Shawn H Shawn H

Das USK zieht eine positive Bilanz für 2005. Lediglich ein Viertel aller veröffentlichten Spiele wurde als jugendgefährdend eingestuft. Zudem sei der Verkauf nicht gekennzeichneter Spiele drastisch gesunken.

Oft werden Computer- und Konsolenspiele pauschal als zu gewalttätig und daher kinder- und jugendgefährdend abgetan. Doch der nordrhein-westfälische Generationenminister Armin Laschet warnt vor einer Vorverurteilung des Genres. Eine Verdammung sei nicht notwendig, denn mehr als drei Viertel aller Computerspiele könnten Kindern unter Berücksichtigung der Altersfreigaben bedenkenlos zum Spielen überlassen werden. Die Zahlen beruhen auf der aktuell vorgestellten Jahresbilanz des branchenspezifischen Kontrollgremiums "Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle" (USK).

Insgesamt 2686 Spiele haben USK und die Bundesländer im vergangenen Jahr überprüft. Davon erhielt fast die Hälfte der Spiele eine Freigabe ohne Altersbeschränkung. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren wurden 77 Prozent aller Spiele freigegeben. Lediglich 110 Spiele, etwa vier Prozent, erhielten eine Freigabe nur für Erwachsene. Weitere 30 Spiele wurden nicht mit einer Altersfreigabe gekennzeichnet, weil die Prüfgremien diese als jugendgefährdend einstuften - eine überschaubare Anzahl nach Ansicht von Armin Laschet.

Auch die "dratisch gesunkene" Bereitschaft des Handels, nicht gekennzeichnete Spiele zu verkaufen, bewertete Laschet postiv. So seien 2005 nur 14 der insgesamt 47 jugendgefährdend eingestuften Spiele auf den Markt gekommen. Seit dem 1. April 2003 ist gesetzlich geregelt, dass an Kinder und Jugendliche nur Spiele mit einer entsprechenden Altersfreigabe abgegeben werden dürfen. Herzstück des Gesetzes ist die von der USK gemeinsam mit den Jugendministerien der Länder vergebene Alterskennzeichnung. Seitens der Bundesländer hat Nordrhein-Westfalen die Kontrollaufgaben übernommen.

Neueste Artikel