Tipp

Verfassungsschutz warnt vor chinesischen Hackern

Jan W. Jan W.

Die Hacker aus dem Reich der Mitte sind offenbar ebenso gut ausgebildet wie äußerst rührig. Wen wundert's, haben sich doch chinesische iPod-Klone und andere Fälschungen zu einem äußerst lukrativen Markt entwickelt.

In letzter Zeit habe seine Behörde verstärkt chinesische Hackerangriffe festgestellt, sagte der Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans Elmar Remberg, in einem Interview mit der Financial Times Deutschland. Das treffe allerdings auch auf andere westliche Staaten zu. Industriespionage werde vor allem wegen der lukrativen Produktfälschungen vermehrt von Chinesen betrieben.

Gut ausgebildet und sehr aktiv

Brisant ist das Thema vor allem deshalb, weil China und Russland, die Remberg zufolge regelmäßig Wirtschaftsspionage in Deutschland betreiben, gleichzeitig wichtige Handelspartner Deutschlands sind. Remberg zufolge arbeiteten die russischen Dienste wie früher meist mit Hilfe von Agenten, die Chinesen jedoch verlegten sich mehr und mehr auf den elektronischen Sektor.

Elektronische Attacken würden deutlich zunehmen, so Remberg, und es habe sich gezeigt, dass chinesische Hacker besonders gut ausgebildet seien. Mittelständische Unternehmen seien besonders angreifbar, weil deren Sicherheitskonzepte häufig lückenhaft seien. Die größten Achillesfersen seien zum einen die Internettelefonie, zum anderen erwiesen sich laut Verfassungsschutz auch Praktikanten immer wieder als Gefahrenquelle. Viele Firmen seien zu gutgläubig, Lebensläufe würden zu selten überprüft.

Neueste Artikel