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Viren und Hacker stören nicht nur im Internet

Jan W. Jan W.

Die von der Internetnutzung sattsam bekannten Schädlinge wie Viren oder Trojaner und deren Urheber gefährden immer mehr auch die automatisierte Produktion. Eines der Probleme: Viele Anlagen werden über das Internet gewartet.

Eine wachsende Zahl von Produktionsanlagen steht Angriffen aus dem Internet praktisch ungeschützt gegenüber. Durch den Einzug neuer Technologien in die Fabrikhallen werden solche Angriffe zu einem zunehmend realistischen Szenario, warnt der IT-Sicherheitsdienstleister Defense aus München. Trotzdem sichern sich bisher offenbar nur wenige Unternehmen ausreichend gegen solche Sicherheitsrisiken ab.

Traditionelle Technologien werden abgelöst

In immer stärkerem Maße lösen hier die aus der kommerziellen Datenverarbeitung bekannten Technologien wie Ethernet und das Internet Protocol (IP) die traditionellen Produktionsnetzwerke mit ihren proprietären Bussystemen ab. Doch diese neue Art der Standardisierung setzt das Produktionsnetzwerk auch allen Gefahren aus, die in Büroumgebungen seit langem bekannt sind. Dazu zählen Manipulationen durch Viren und Würmer ebenso wie gezielte Hacker-Angriffe, aber auch bewusstes oder unbewusstes Fehlverhalten der eigenen Mitarbeiter.

Anfällig: Wartung via Internet

Die Gründe für die Vernachlässigung der Sicherheit in Industrie-Netzwerken sind mannigfaltig. So ist vielen Produktionsverantwortlichen gar nicht bewusst, welche Sicherheitsrisiken die Einführung moderner Netzwerktechniken mit sich bringt. Zudem ist es immer seltener möglich, die kritischen Netzwerke und Maschinensteuerungen gegenüber der Außenwelt abzuschotten, da immer mehr Produktionsanlagen aus Kostengründen aus der Ferne und damit meist über das Internet gewartet werden.

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