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Virenalarm: Gefälschte E-Mails mit BKA-Absender im Umlauf

Shawn H Shawn H

In diesen Tagen sind E-Mails unterwegs, die vom Bundeskriminalamt zu kommen scheinen und den Lesern suggerieren, es sei ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet worden. Wie immer in solchen Fällen gilt: Sofort löschen!

Derzeit befinden sich virenverseuchte E-Mails im Umlauf, die Internet-Nutzern suggerieren, vom Bundeskriminalamt (BKA) zu stammen. Davor warnte die Wirtschaftsinitiative "no abuse in internet" (naiin) am Dienstagmorgen in Berlin. Die Mails weisen Betreffzeilen wie "Ermittlungsverfahren eingeleitet" oder "Sie besitzen Raubkopien" auf.

"Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, das Herunterladen von Filmen, Software und MP3s ist illegal und somit strafbar. Wir möchten Ihnen hiermit vorab mitteilen, dass Ihr Rechner unter der IP 67.64.230.105 erfasst wurde. Der Inhalt Ihres Rechner wurde als Beweismittel sichergestellt und es wird ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingleitet", schocken die falschen Nachrichten unbedarfte Empfänger.

Abschließend wird mit der Zustellung einer Strafanzeige innerhalb der nächsten Tage gedroht und auf den E-Mail-Anhang verwiesen, der angeblich weitere Informationen zum Sachverhalt enthalte. Doch weit gefehlt: Ersten Erkenntnissen des BKA zufolge verbirgt sich eine Variante des Computerwurms "Sober" in der angefügten Datei.

Sowohl das BKA als auch naiin raten zur sofortigen Löschung der Mails und zum Einsatz von aktualisierter Virenschutz-Software. "Die aktuelle Masche ist nicht neu. Die Viren-Mails spielen mit den Ängsten der Nutzer, berechtigter- oder unberechtigterweise ins Visier der Strafverfolgungsbehörden zu geraten", erläutert naiin-Präsident Arthur Wetzel. "Von dem Verweis auf den Besitz von Raubkopien versprechen sich die Urheber der Attacke angesichts der Ausmaße des Piraterie-Problems die größtmögliche Opferzahl."

Im Übrigen sind auch die USA derzeit von einer ähnlichen Viren-Attacke betroffen. Der Unterschied: Hier weisen die Mails die US-Bundesbehörde FBI als Absender auf und werfen ihren Empfängern den Besuch illegaler Webseiten vor.

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