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Weisse Flecken in Google Street View

Oliver W. Oliver W.

Der Google-Dienst Street View erfasst seit einiger Zeit die Strassen der Welt mit eigens dafür ausgerüsteten Kamerafahrzeugen. Nachdem die Strassenfilmer in Europa (wir berichteten) und vor kurzem auch erstmals in Deutschland gesichtet wurden, machen sich vermehrt Meldungen über weisse Flecken in Street View breit. Zunächst waren es digital verzerrte Gesichter und Fahrzeugkennzeichen. Auch das US-amerikanische Militär hatte Einwände gegen allzu gute Abbildungen ihrer Militärbasen. Nun verweigert sich die amerikanische Kleinstadt North Oaks, Minnesota, gegen die Katalogisierung in Street View. Da sich alle Strassen der Kleinstadt in Privatbesitz befinden, ist hier für Google leider Durchfahrt verboten. Dies war zunächst kein Hindernis für die mit speziellen Kameras bewaffneten Street Viewer, so dass die Stadtverwaltung des kleinen Örtchens Google zunächst klarmachen mußte, daß Strassenschilder mit der Aufschrift "Durchfahrt verboten - Privatbesitz" auch für den Suchmaschinenriesen gelten. Google selbst bezieht dahingehend Stellung, daß selbstverständlich die Privatsphäre respektiert würde und jeder, der entsprechende Einwände gegen eine Ablichtung seiner Person oder seines Besitzes hätte, Gehör fände. So ist ein Street View seit Beginn an ein Mechanismus enthalten, der die Möglichkeit gibt "unverhältnismäßige" Fotos zu beanstanden. Für die Katalogisierung der europäischen und deutschen Strassen müssen laut Auskunft eines Sprechers von Google Europe Änderungen im Procedere vorgenommen werden.

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