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Xoblite: Alternative Windows-Shell mit vielen Plugins

Oliver W. Oliver W.

Trist, simpel, schnörkellos und wenig veränderbar präsentieren sich Windows 2000 und XP, wenn man kein Programm wie StyleXP einsetzt, um es aufzupeppen. Allerdings möchte nicht gleich jeder für eine neue Shell auch auf ein anderes Betriebssystem, wie Linux, umsteigen. Die Möglichkeiten sind rar, doch eine sticht durch ihre große Options- und Pluginvielfals heraus. Xoblite heisst das kleine aber dennoch sehr prächtige Tool. Startet man es ohne Installation, deaktiviert es den Desktop, richtet ein neues Hintergrundbild ein und zeigt die neue Startleiste an, eine Leiste mit Taskbereich für geöffnete Anwendungen, einem Systray, Uhr und Datumsanzeige sowie zwei Buttons, um zwischen zwei virtuellen Desktops hin und her zu wechseln.

Es gibt kein Startmenü mehr, sondern nur noch ein Menü, welches man mit Rechtsklick irgendwo auf das Hintergrundbild öffnen kann. Dieses Menü ist über die Datei menu.rc beliebig modifizierbar. Es braucht dazu nur den Texteditor und etwas Geduld. Die Befehle, mit denen man neue Funktionen einbaut sind leicht gelernt und Änderungen lassen sich nach einem kurzen Neustart des Programms austesten. So ist diese Oberfläche auch erst einmal scheinbar trist, doch kann man diese mit unzähligen Plugins und Erweiterungen verbessern und den persönlichen Wünschen anpassen. Über Themes lässt sich regeln, wie die einzelnen Module und Plugins miteinander agieren und funktionieren und über Styles, welche es zu hunderten im Internet gibt, lässt sich das Aussehen von Xoblite regeln. Diese Style-Dateien lassen sich, genau wie die Menü-Datei, mit dem Texteditor anpassen. Über Plugins finden sich neue Optionen in der Oberfläche wieder, so beispielsweise eine Control-Bar für Winamp, eine Anzeige für die Netzauslastung, eine für CPU und RAM, sowie eine effizientere Schaltfläche, um zwischen den Desktops, denen man übrigens auch welche hinzufügen kann, zu wechseln. Über das Plugin bbwinskin lassen sich sogar die normalen Explorer-Fenster äusserlich Xoblite anpassen. Plugins können auch selbst geschrieben werden, allerdings erfordert das fortgeschrittene Programmier-Kenntnisse. Wer die Shell gerne als Standard benutzen würde, muss dazu nichts weiter tun, als das, auch "Blackbox" genannte, Programm zu starten und im Menüpunkt "Xoblite" auf "Installation">"-install" zu klicken. Blackbox richtet sich ein und verlangt nach einem Neustart, da der Eingriff ins Betriebssystem, die normale Shell nicht mehr zu starten, nicht ohne weiteres durchgeführt werden kann. Nach einem Neustart erscheint dann die Freeware als Shell und sollte dann sogar noch ein etwas flüssigeres Arbeiten ermöglichen, da die alte Shell deaktiviert ist und damit einige MB an RAM und etliche Prozent and CPU-Leistung freigegeben werden. Aufgrund der geringen Größe, den niedrigen Leistungs-Anforderungen und der effizienten Bedienbarkeit von Blackbox ist dieses Programm auch oder sogar vor allem für ältere oder schwächere PCs geeignet. Doch wer einen starken Rechner hat, kann ebenso von dem Programm profitieren. Wer also fortgeschrittene Erfahrungen mit Windows hat und sich gerne mal an einer neuen Nutzerumgebung erfreuen möchte, dem sei Xoblite ("Blackbox") ans Herz gelegt. Doch soll an dieser Stelle nochmal davor gewarnt sein, dass dieses Programm noch nicht in der finalen Version zu haben ist und deswegen unerwartet Fehler auftreten könnten. In einem ersten Test allerdings, bei dem rund zehn Plugins aktiv waren, lief das Programm aber stabil.

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