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#MeToo – was bedeutet der Hashtag?

Anna K. Anna K.

#MeToo - also „Ich auch“ ist ein Hashtag, der aktuell große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Hier erfahren, was dahinter steckt!

Nicht nur User, welche die Twitter App auf ihr Handy heruntergeladen haben, kamen um den Skandal um Harvey Weinstein nicht herum. Eine Reaktion darauf hat allerdings ihren Ursprung auf eben genau dieser Plattform.

#MeToo
Mit diesem Tweet und dem Aufruf, #MeToo in den Status zu schreiben, begann alles. (Screenshot: Redaktion)

#MeToo – der Aufruf gegen sexuelle Gewalt auf Twitter verbreitet sich wie ein Lauffeuer

Ausgelöst wurde das Phänomen durch ein Posting der Schauspielerin Alyssa Milano (Charmed – Zauberhafte Hexen), das auf die Allgegenwärtigkeit sexueller Belästigung aufmerksam machen will. Darin heißt es sinngemäß:

Ich auch.

Angeregt von einem Freund: „Schrieben alle Frauen, die sexuell belästigt oder genötigt wurden, me too (ich auch) in ihren Status, entwickelten die Menschen vielleicht ein Gefühl für das eigentlich Ausmaß dieses Problems.“

Und weiter:

Wenn Du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe ‚me too‘ als Antwort auf diesen Tweet.

Bereits am gleichen Tag gab es mehr als 200 000 Tweets mit dem Hashtag #MeToo, nach zwei Tagen bereits über eine Million Erwähnungen. Auch Prominente wie Lady Gaga, Gabrielle Union, Anna Paquin, Barry Crimmins, Patricia Arquette, Rosario Dawson oder Debra Messing haben den Aufruf geteilt.

#MeToo Statistik
Das Phänomen ruft weltweit Reaktionen hervor, wie diese Statistik von Talkwalker verdeutlicht. (Bild: Talkwalker Inc.)

Der Auslöser des Medienphänomens

Der Aufruf wurde kurz nach dem Skandal um Harvey Weinstein veröffentlicht. Gegen den US-amerikanischen Filmproduzenten wurden öffentlich Vorwürfe wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Machtmissbrauch von prominentester Seite erhoben. In einem Artikel der New York Times packten die betroffenen Frauen der Branche aus – und weitere folgten nach der Veröffentlichung. So sollen unter anderem Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie, Kate Beckinsale, Ashley Judd, Lysette Anthony oder Eva Green einschlägige Erfahrungen mit dem Filmmogul gesammelt haben. Inzwischen hat die Branche reagiert und Weinstein wurde aus der British Academy of Film and Television Arts ausgeschlossen.

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