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WhatsApp Sniffer & Co: Was können die Spionagetools?

Anna K. Anna K.

Spionage-Software wie WhatsApp Sniffer oder mSpy versprechen das Tracken und Monitoren von fremden Smartphones aus der Ferne. Was können die Tools und darf man fremde Nachrichten eigentlich lesen?

Nach dem Download der aktuellen Version des WhatsApp für Android oder iOS ist die Übermittlung von Nachrichten durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Trotzdem versprechen diverse Anbieter von Schnüffelsoftware, Zugriff auf die Nachrichten Fremder, die Ortung der GPS-Position, eine Analyse der getätigten Anrufe und vieles mehr.

Mit WhatsApp Sniffer an fremde Handydaten?

Tatsächlich soll es wohl einige WhatsApp Sniffer geben, die funktionieren (wir haben allerdings kein einziges Tool gefunden, das seit Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung noch Handys ausspähen kann). Einmal installiert verspricht die Software Zugriff auf nahezu alle Informationen des Smartphones. Allerdings gibt es eine wesentliche Einschränkung: Um ein Handy zu überwachen, muss die Software zunächst auf das Gerät kommen. Wer also Zugriff auf ein fremdes Telefon möchte, muss es zunächst erst einmal in die Hände bekommen. Die diversen Anbieter werben deshalb vor allem mit der Überwachung von Angestellten oder minderjährigen Kindern. Daneben entsteht einiges an Kosten, möchte man derartige Software einsetzten. Bis zu 80 Euro monatlich lassen sich die Anbieter für ihre Software zahlen. Und es gibt noch einen dritten Haken:

WhatsApp Sniffer
So soll WhatsApp Sniffer angeblich funktionieren.

Ist es legal, fremde Nachrichten zu lesen?

Nicht nur, dass diese Tools nicht halten, was sie versprechen, es ist auch illegal, fremde Nachrichten zu lesen. Wer WhatsApp Sniffer einsetzt, verstößt gegen das Telekommunikationsgesetz – selbst als Arbeitgeber, der „lediglich“ seine Mitarbeiter kontrollieren will. Zwar gilt auch hier das Sprichwort: „Wo kein Kläger, da kein Richter“, wenn sich jedoch einer findet, kann die Schnüffelei zu empfindlichen Strafen führen. Deshalb: Finger weg von derartigen Tools, die das illegale Mitlesen von Nachrichten und das Auslesen diverser Telefondaten ermöglichen.

Viren & Co. beim Download von Gratisversionen

Im Play Store oder bei iTunes tauchen regelmäßig kostenlose Versionen von WhatsApp Sniffer auf. Meist bleiben diese nur ein paar Tage online und werden dann wieder aus den Stores entfernt. Im besten Falle werden User nach dem Download solcher Apps mit Werbung bombardiert, im schlimmsten holen sie sich Schadware aufs Smartphone. Neben Trojanern und Viren warten teure Abo-Fallen auf die Nutzer. Es ist also aus jedem nur erdenklichen Blickwinkel dringend von der Verwendung derartiger Software und Tools abzuraten.

Wie kann man sich vor Fremdzugriff schützen?

Zunächst sollte man immer die aktuellste Version von WhatsApp auf dem Smartphone installiert haben. Ein weiteres Sicherheitsrisiko ist die Verwendung von ungesicherten WLAN-Verbindungen. Hat man sein Handy aus der Hand gegeben, ist es auch möglich, via WhatsApp Web Nachrichten mitzulesen. Diese Befürchtung kann man allerdings schnell aus der Welt schaffen, da man sich in den Einstellungen des Messengers unter dem Punkt WhatsApp Web mit einem Klick von allen Geräten abmelden kann.

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Der Kult-Messenger für das Android-Smartphone

WhatsApp für Android
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Android
Sprache:
Deutsch
Version:
2.16.397
Leserwertung:
3.8/5