Tipp

WhatsApp von Facebook trennen & neue AGB umgehen

Anna K. Anna K.

WhatsApp von Facebook trennen und verhindern, dass der Messenger Daten an das soziale Netzwerk weitergibt. Allerdings sollte man sich beeilen: User haben 30 Tage Zeit, um den AGB zu widersprechen!

Wer nach dem aktuellen Update oder Download von WhatsApp für Android bzw. iOS den neuen Nutzungsbedingungen zustimmt, erlaubt dem Dienst persönliche Daten an Facebook weiterzugeben. Seit 2014 ist der Messenger ein Teil der Facebook Unternehmensgruppe, und schon damals befürchteten Datenschützer das Schlimmste. Was prophezeit wurde, ist nun eingetreten: Mit den neuen AGB erlauben es User dem Mutterkonzern nämlich, Account-Informationen zu verwenden, um „Ihre Erlebnisse mit Werbung und Produkten auf Facebook zu verbessern“. Wer dem schon zugestimmt hat, sollte sich beeilen, denn es bleiben lediglich 30 Tage für den Widerspruch.

WhatsApp von Facebook trennen: So geht’s innerhalb von 30 Tagen

Nach dem Start des Messenger öffnet man die Einstellungen und die Option Account. Im Unteren Bereich findet sich der Menüpunkt Meine Account-Info teilen mit einem Häkchen versehen. Wer WhatsApp von Facebook trennen möchte, muss nun lediglich das Häkchen entfernen und im Anschluss auf Nicht Teilen tippen. Diese Einstellung ist endgültig und kann nicht rückgängig gemacht werden, denn die Option verschwindet komplett aus dem Menü.

WhatsApp von Facebook trennen
Nachträglich WhatsApp von Facebook trennen.

Inwieweit trotzdem Daten weitergeleitet werden, bleibt jedoch nebulös. Denn auf den Seiten von WhatsApp ist folgende Anmerkung zu lesen:

Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen.

User, die ihre Privatsphäre schützen wollen, müssen also künftig im Freundeskreis Überzeugungsarbeit leisten und zu einer der WhatsApp Alternativen greifen.

Was passiert, wenn ich den AGB nicht zustimme

Wer die AGB von vornherein nicht akzeptiert, kann den Messenger künftig nicht mehr nutzen. Es gibt zwar auch, während man die neuen Nutzungsbedingungen akzeptiert, die Option WhatsApp von Facebook trennen zu können, allerdings mit den gleichen Einschränkungen wie oben beschrieben.

Welche Daten sammelt WhatsApp eigentlich?

Trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der gesendeten und empfangenen Nachrichten gibt es eine ganze Reihe an Informationen, die WhatsApp bzw. Facebook von ihren Nutzern sammelt:

  • Account-Informationen (Mobiltelefonnummer, alle Telefonnummern des mobilen Adressbuches, Profilname, Profilbild, Statusmeldung)
  • Nachrichten, die nicht sofort zugestellt werden können, werden in der Regel bis zu 30 Tage auf den Servern gespeichert. Allerdings räumt WhatsApp ein, dass gewisse „Inhalte länger auf unseren Servern behalten“ werden. Genauere Angaben, welche Medien das betrifft und für welchen Zeitraum fehlen allerdings.
  • Verbindungen (Favoriten-Liste, Gruppen und Broadcast-Listen)
  • Kunden-Support (Informationen hinsichtlich der Nutzung der Dienste, inklusive Kopien der Nachrichten und Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail-Adressen)
  • Nutzungs- und Log-Informationen (Informationen über die Art und Häufigkeit der Nutzung, Log-Dateien sowie Diagnose-, Absturz-, Webseiten- und Performance-Logs und -berichte)
  • Transaktionsdaten bei zahlungspflichtigen Leistungen (beispielsweise Zahlungsbelege von App Stores)
  • Geräte- und Verbindungsdaten (Smartphonemodell, Betriebssystem, Browser-Informationen, IP-Adresse, Angaben zum Mobilfunknetz, Gerätekennungen)
  • Standortinformationen des Geräts bei Verwendung der Standort-Funktionen

Neueste Artikel

Software aus dem Artikel

WhatsApp für Android

Der Kult-Messenger für das Android-Smartphone

WhatsApp für Android
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Android
Sprache:
Deutsch
Version:
2.17.107
Leserwertung:
3.8/5