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WhatsAppitis: Wie man es bekommt & wieder loswird

Maria S. Maria S.

Was vor einigen Jahren noch der Mausarm war, ist heute WhatsAppitis. Die Krankheit gibt’s tatsächlich. Hier erfahren, was die Ursachen und Symptome sind und wie man die Schmerzen lindern kann.

Wer es nach dem Download von WhatsApp für Android oder iOS übertreibt und stundenlang auf seinem Smartphone Nachrichten einhämmert, wird es womöglich bald bereuen. Auch wenn das im ersten Moment nach einem typischen Elternmärchen – ich sage nur viereckige Augen – klingt, diese Krankheit ist real und keine angenehme Sache.

WhatsAppitis
WhatsAppitis - macht WhatsApp krank?

WhatsAppitis – moderne Smartphone-Krankheit

Der Mausarm dürfte den meisten Nutzern heute ein Begriff sein. Dieses Leiden, welches durch eine übermäßige Nutzung der Computer-Maus hervorgerufen wird, ist eine schmerzvolle Angelegenheit.

Nun hat sich das Verhalten der Nutzer in den vergangenen Jahren deutlich verändert und in Richtung Mobilgeräte bewegt. Für viele Menschen ist das Smartphone das wichtigste Utensil ihres alltäglichen Lebens geworden. Mit dem Gerät werden nicht nur E-Mails gecheckt, sondern auch Nachrichten gelesen und Spiele gezockt. Es wird durch soziale Netzwerke wie Facebook gesurft und ganz oben auf der Liste steht natürlich das Chatten – meistens über WhatsApp. Diese Smartphone-Abhängigkeit führt zu neuen Krankheitsbildern – wie eben WhatsAppitis oder auch dem Handy-Nacken.

Ganz neu ist diese Entwicklung aber nicht: Schon Ende der Neunziger wurde die Krankheit Nintendinitis von einem australischen Arzt bestimmt. Ein Patient hatte durch übermäßiges Zocken mit der Konsole eitrige Wunden in den Handflächen.

WhatsAppitis Körperhaltung
Falsche Körperhaltung kann zu der Whatsapp-Krankheit führen

Ursachen für die WhatsApp-Krankheit

Wie bei allen Dingen im Leben ist es halt immer eine Frage des maßvollen Nutzens. Wer den Kopf gar nicht mehr von seinem Handy hebt, muss früher oder später damit rechnen, dass sich der Körper rächt. So war es auch bei der Patientin, bei der die WhatsApp-Krankheit diagnostiziert wurde. Die spanische Ärztin Ines Fernandez-Guerrero hatte bei einer jungen Frau die Diagnose gestellt. Die Frau kam kurz nach den Weihnachtsfeiertagen mit starken Schmerzen in den Daumen und Händen zur Ärztin. Schnell stellte sich heraus, dass sie eine Sehnenentzündung in beiden Daumen hatte. Der Grund: Sie hatte ununterbrochen, über sechs Stunden, in dem Chat-Client Nachrichten verschickt. Ein klarer Fall von WhatsApp-Verwendung „in Massen statt in Maßen“. Ausführlicheres kann man in der Fachzeitschrift The Lancet nachlesen. Die Ärztin verschrieb einen Entzündungshemmer und striktes Handyverbot.

Symptome bei WhatsAppitis

Wer sich fragt, ob er es mit dem Chatten auch ein bisschen übertreibt und auf das neue Handy-Leiden hinsteuert, sollte auf folgende Symptome achten. Diese Anzeichen können auf die Krankheit hindeuten:

  • Schmerzen im Handgelenk und/ oder in den Daumen
  • Hornhaut auf den Daumen – eigentlich kein Problem, aber definitiv ein Zeichen dafür, dass das Smartphone zu oft in den Händen gehalten wird
  • Häufig Kopfschmerzen oder Probleme mit den Augen
  • Nackenverspannung

Der Weg zum Arzt könnte bei diesen Anzeichen nicht schaden. Wird die Krankheit diagnostiziert, kann man davon ausgehen, dass man gegen die Schmerzen entzündungshemmende Medikamente verschrieben und höchst wahrscheinlich auch ein Handy-Verbot verordnet bekommt.

Schmerzen vorbeugen

Eines der Hauptprobleme beim ständigen Spielen am Smartphone ist die ungesunde Haltung. Viele sitzen gebeugt mit gesenktem Kopf an ihrem Gerät. Genau hier muss man aufpassen, raten Mediziner. Am besten wechselt man in regelmäßigen Abständen seine Haltung – so kann man zumindest den Muskelverhärtungen und dem Handy-Nacken vorbeugen. Wer viel am Rechner sitzt, sollte die Bildschirme auf Augenhöhe stellen. Wer eine WhatsAppitis und damit Sehnenentzündungen in den Händen verhindern will, sollte einfach ein gesundes Maß der Handy-Nutzung einhalten.

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WhatsApp für Android
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Android
Sprache:
Deutsch
Version:
2.17.107
Leserwertung:
3.8/5