Tipp

WhatsSpy Public entlarvt WhatsApp Sicherheitslücke

Maria S. Maria S.

Das Tool WhatsSpy Public ist in der Lage, Daten sämtlicher WhatsApp User auszuspionieren. Wie das möglich ist & wie man sich schützt – hier erfahren! Dass es der Messenger WhatsApp nicht so genau mit dem Datenschutz nimmt, hat er in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen. Nun hat sich der Entwickler Maikel Zweerink den Spaß erlaubt, die Schweizer Käse-ähnlichen Löcher bezüglich des Sicherheitsschutzes aufzudecken. Wer sich den von ihm entwickelten WhatsSpy Public Download installiert und gestartet hat, bekommt Einblicke in die Daten beliebiger WhatsApp Nutzer. WhatsSpy Public Spion

WhatsSpy Public legt WhatsApp Nutzerdaten offen

Maikel Zeerink hat das Projekt WhatsSpy Public ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit wachzurütteln. Die webbasierte Anwendung soll jedem Nutzer des Messengers verdeutlichen, wie „kaputt WhatsApp in Bezug auf seine Privatsphäre“ ist. Die Anwendung zeigt unverblümt und mit dem Vorschlaghammer: Egal, welche Datenschutzeinstellungen Nutzer auch wählen – ihre Daten liegen quasi für jedermann offen. Mithilfe von WhatsSpy Public können Anwender die Daten jedes x-beliebigen WhatsAppers aus seiner Kontaktliste einsehen. Das Tool trackt dabei vier wichtige Privatsphäre-Komponenten: den Online-Status, das Profilbild, die Datenschutzeinstellungen sowie die Statusnachrichten. Rund um die Uhr lassen sich mit der Webanwendung diese vier Bereiche überwachen und festhalten. Das Programm ist sogar in der Lage, anhand dieser Daten Vergleiche mit anderen Nutzern zu erstellen und auszugeben.

Wie schützt man sich vor der Spion-Anwendung?

Diese Frage lässt sich schnell beantworten: überhaupt nicht! Für alle WhatsApp-Nutzer gibt es keinerlei Möglichkeit, die eigenen Daten zu schützen. Das Programm ist frei zugänglich – also könnte theoretisch jeder auf die eigenen Daten zugreifen. Der einzige Trost an dieser Stelle ist vielleicht, dass nicht jeder dazu im Stande ist, den Tracker zu aktivieren. So setzt die Installation von WhatsSpy Public einige Programmier-Kenntnisse voraus. Sonst sind aber nur ein zweiter WhatsApp Account, ein gerootetes Android-Gerät bzw. gejailbreaktes iPhone sowie ein Server notwendig. Um die eigenen privaten Daten zu schützen, bleibt dem Nutzer nur eine Option: WhatsApp nicht mehr verwenden. Zumindest so lange, bis der Messenger die Sicherheitslücke schließt. WhatsSpy Public Trackt Daten

Sicherheitslücken sind bei WhatsApp an der Tagesordnung

Die Erkenntnisse aus WhatsSpy Public sind zwar erschreckend, aber leider nicht mehr völlig überraschend. Bereits in der Vergangenheit war WhatsApp mehrfach negativ durch fehlenden Privatsphäre-Schutz aufgefallen. Angefangen von den blauen Häkchen, die im Übrigen bei iOS-Nutzern immer noch nicht deaktivierbar sind, bis hin zum unzureichenden Schutz beim Online-Status. Zwar lässt sich in den Datenschutz-Optionen einstellen, ob keiner, alle oder nur die Kontakte sehen können, wann man online war. Nichtsdestotrotz kann jeder WhatsApper sehen, ob einer seiner Kontakte gerade online ist. Wie WhatsApp nun auch den Spion WhatsSpy Public reagieren wird, bleibt abzuwarten.

Neueste Artikel

Software aus dem Artikel

WhatsSpy Public

Web-Anwendung spioniert WhatsApp Aktivitäten aus

WhatsSpy Public
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Vista, 2000, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
1.6.2
Leserwertung:
3.45/5